Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 28.1912-1913

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DIE ERSCHLIESSUNG DER KUNST

Von Wilhelm Michel

ch bekenne zuvörderst offen, daß ich von zieht, wo sie dem Manne des Volkes einen
den kunsterzieherischen Bestrebungen der konkreten Genuß, eine erhöhte Stunde ver-
Gegenwart nicht viel halte, wenigstens soweit schaffen kann. Aber über den erzieherischen
ihr wirklicher pädagogischer Effekt in Frage Wert dieser Bestrebungen, über den dauern-
kommt, den Gewinn an Geschmacksbildung, den sie
Kunsterziehung muß entweder gründlich erzeugen, soll man sich nicht täuschen. Eine
sein, dann nimmt sie dem zu Belehrenden zu Galerieführung und verschiedene kunsterziehe-
viel Zeit fort; oder oberflächlich, dann bleibt rische Wanderausstellungen im Jahre ändern am
sie wirkungslos. Durchschnitt des Kunstverständnisses so gut 0
Ich sage nichts gegen die Gesinnung, die wie nichts. Sie bringen den zu Belehrenden wohl l
im kunsterzieherischen Bemühen unserer Tage dazu, auf Treu und Glauben hinzunehmen, daß C
sich ausdrückt. Ich sage nichts dagegen, daß Schwind, Richter, Spitzweg gute Meister sind. C
man die Kunst bei allen Gelegenheiten heran- Aber sie können unmöglich die echte, innere V

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