Das neue Frankfurt: internationale Monatsschrift für die Probleme kultureller Neugestaltung — 4.1930

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Schweden

„Svenska SlöjdförmingensÄrsbok" 1 929, das Jahrbuch des
(chwedilchen Werkbundes, zeigt regelmäßig die Arbeiten dieles
hochkultivierten Landes, in dem Bauen und Gewerbe noch eine
(tarke innere Beziehung haben. Die große Ausheilung 1930 wird
es erweilen, wie organilch der Übergang zu den neuen Formen
und Methoden war, wie lehr aber dabei Schweden zurückblieb
hinter mitteleuropäifchen Forderungen und Anlprüchen. Heraus-
geber: Paulsson und Wollin. Adreffe: Stockholm, Klara Södra,
Kyrkogata 14.

Frankreich

,,B i f u r". Immer wieder bringt Frankreich neue Zeitlchriften hervor.
Vor einem Jahr die „Documents", über die hier fchon mehrmals
berichtet wurde, kurz darauf „Bifur", im Typus ähnlich wie „Tran-
sition", viele große Aufläße mit Itark literarifchem Einlchlag (dar-
unter, in Heft 3, auch Massimo Bontempelli, dellen tapfere Zeitfchrfti
„Novecento" leider einging), dazu gute Fotos eingeltreut. Gemälde
von Max Ernft, Paul Klee u. a. Herausgeber: Ribemont Dessai-
gnes. Adrelfe: Paris VIe, Boulevard St. Germain 169.

größten Teil der Seiten füllen. Um den Inhalt der Aufläße anzu-
deuten, nenne ich nur Plaudereien über Reiten auf Dampfern, in
Autos und Flugzeugen, Reportagen über (eltfame und großartige
Dinge, Taten und Menlchen, Berichte über Kino, Varietes, Theater,
Bücher und Schallplatten. Eines der nächften Hefte wird als Spe-
zialnummer „Die Straße" behandeln. R. G.

La revue du cinema. Librairie Gallimard, 43 Rue de Beaune,
Paris 7eme.

Eine der beiten Zeitlchriften über das Kino. Wohl die einzige in
Frankreich, die finanziell in Frankreich von der Produktion unab-
hängig ilt. Im Heft 6 finden wir einige lehr gute Berichte über die
Gefchichte und Technik des gezeichneten Films und die neuen
Möglichkeiten, die ihm durch die Technik des Tonfilms geboten
find, außerdem ein Szenario für einen gezeichneten Tonfilm „Die
Rache der Geifter", ein Szenario für einen phantaltilchen Film
„Die Amazone der Friedhöfe”, eine Reportage über Clarence
Brown und verlchiedene Kritiken über die neuelten Filme. Die
zahlreichen eingeltreuten Bilder find wie immer vorzüglich aus-
gewählt. R. G.

,,Le maTtre d'oeuvre" ilt die franzölilcheStädte-
bauzeitlchrift. Sie fteht erlt im 5. Jahrgang, ilt frilch
redigiert, aber lowohl in ihrer Typographie wie in
der Mehrzahl der publizierten Arbeiten unglaublich
rückltändig. Herausgeber: Jean Royer. Adreffe:
Boulogne-sur-Seine, Avenue de la Reine 20.
„Cahiers d'Art", publizieren jedes Blättchen,
das bei Picasso vom Tifche fällt, gleich ganzfeitig-
Verlchwenderifch ausgeltattete Zeitfchrift mit (ehr
gutem Inltinkt für die neuen Ideen, auch in der
Architektur. Le Corbusier, Giedion, Grohmann
arbeiten mit. Ferner die jüngere Schule der franzö-
(ilchen Kunlthiltoriker, ähnlich wie in Deutfchland
beim „Cicerone". In Heft 8/9 u. a. Aufläße von Leo
Frobenius und Hans Mühleftein, ferner Mies van
der Rohe und Scharoun mit ihren Arbeiten.
Herausgeber: Chriltian Zervos. Adreffe: Paris Vl°,
Rue du Dragon 14. Gtr.

Jazz. Verlag von L. Querelle, 26 Rue Cambon,
Paris 1er.

Vielfeitig und lebendig, lind diele Monatshefte der
Ausdruck alles dellen, was den heutigen Intellektu-
ellen interelfiert, (ofern er wirklich ganz in der Zeit
lebt. Und doch haben (ie nicht das Bewußte, das
Schwere, das Erhabene, das Kulturfchwangere, das
den deutfchen modernen Zeitlchriften noch manch-
mal anhaftet. Das Bezeichnende an ihnen find die
Fotos von Eli Lotar, Germaine Krull, Tabard, Sougez,
Marcel Ichac und anderen, die jedesmal den

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