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Kimpflinger, Wolfgang [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 1, Teil 2): Stadt Braunschweig — Braunschweig, 1996

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https://doi.org/10.11588/diglit.44169#0202

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Geitelde, Steinbergstr. 2, Wohnwirtschaftsgebäude, um 1800


nördlicher Richtung auf Stiddien und nach Sü-
den auf Salzgitter-Thiede zuführt. Im westlichen
Knick liegt die unscheinbare Kirche Geiteldes
(Nr. 38), ein bescheidener Bruch- und Hau-
steinbau über rechteckigem Grundriß mit einem
ausgescherten kleinen Vorraum im Westen. Ho-
he Rundbogenfenster an den Langseiten, ein
Kreisfenster im Osten sowie ein verschieferter
Dachreiter bestimmen das Äußere des 1807 er-
richteten Baues. Die zeitgenössische Innenaus-
stattung ist wie der Außenbau von klassizistisch
schlichten Formen geprägt: eine auf drei Seiten
umlaufende hölzerne Empore auf kannelierten,
basenlosen Säulen und einer Altarwand mit mit-
tiger Kanzelnische - dem Geschmack der Zeit
entsprechend in kühlem Weiß lackiert mit eini-
gen Schmuckakzenten in Gold.
Den dörflichen Charakter, den die Geitelde-
straße zwischen der Kirche und der Einmün-
dung der Steinbergstraße noch aufweist, trägt
auch die Fachwerkscheune des Hofes Nr. 36
mit, die mit ihrem Giebel und der dortigen
Längseinfahrt zur Straße steht. Ihr regelmäßiges
Fachwerk mit durch drei Gefache laufenden
Streben stammt aus dem Jahre 1857.
Von der Geiteldestraße zweigt nach Norden die
Steinbergstraße ab, die mit einem der wertvoll-
sten alten Bauernhäusern des Ortes beginnt,
an dem sich noch viel Originalsubstanz aus sei-
ner Entstehungszeit um 1800 erhalten hat
(Steinbergstraße 2). Es ist eines der für die
südlichen Braunschweiger Dörfer typischen

Geitelde, Geiteldestr. 38, Kirche, 1807


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