Kunstgewerbeblatt: Vereinsorgan der Kunstgewerbevereine Berlin, Dresden, Düsseldorf, Elberfeld, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover, Karlsruhe I. B., Königsberg i. Preussen, Leipzig, Magdeburg, Pforzheim und Stuttgart — NF 26.1915

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KUNSTGEWERBEBLATT

NEUE FOLGE (SM 91^/15 TS 2©-JAHRGANG

RFnAk"TTrW- FRITZHELLWAO IN
w» tVk' IU1N. BERLIN-ZEHLENDORF-

WANNSEEBAHN • TELEPHON: ZEHLENDORF 1053

VERLAG:

E. A. SEEMANN IN LEIPZIG,
HOSPITALSTR. IIa- TEL. 244

HEFT 2
NOVEMBER

VEREINSORGAN

DER KUNSTGE-
WERBEVEREINE
BERLIN, DRESDEN, DÜSSELDORF, ELBERFELD,
FRANKFURT A. M., HAMBURG, HANNOVER, KARLS-
RUHE LB., KÖNIGSBERG I. PREUSSEN, LEIPZIG,
MAGDEBURG, PFORZHEIM UND STUTTGART aase

a Messing getrieben. H. Ooeß

b c d Zinn getrieben. C. Bayer

Erzeugnisse der Lehr-Werkstätten

WILHELM VON DEBSCHITZ. SEINE BISHERIGE LEHRTÄTIGKEIT

WILHELM von Debschitz hat vor einiger Zeit die
Leitung der Kunstgewerbeschule in Hannover
übernommen. Der in diesem Hefte gegebene
1 dache Überblick über seine zwölfjährige Lehrtätig-
■ . m München soll zeigen, daß in ihm eine künst-
5 Kraft gewonnen wurde, die imstande ist, das Ge-
r e Hannovers in der besten Weise zu beeinflussen.
Oh ■n?. re !0.02 gründete von Debschitz mit Hermann
nst in München die »Lehr- and Versuchs-Ateliers für
angewandte und freie Kunst«. Von da an begannen die
unrirl der Oberleitung der theoretischen Forderungen
unrj ihre Verwirklichung in der praktischen Arbeit. Den
■ und Versuchsateliers gab die frühzeitige Ein-
g des Werkstättenbetriebes in manchen Zweigen

Kunstgewerbeblatt. N. F. XXVI.

führunc

einen großen Vorsprung vor den amtlichen Kunst-
gewerbeschulen. Die Schüler erhielten so eine Reife,
die sich auch in der späteren gewerblichen Tätigkeit nicht
verlor, sondern günstig fortentwickelte. Im vorigen Jahre
waren im Königlichen Kunstgewerbemuseum zu Berlin
rund l ooo Arbeiten derzeitiger und ehemaliger Schüler
ausgestellt, die hiervon Zeugnis ablegten. Manche der
ehemaligen Schüler sind jetzt in leitenden Stellen oder
erwarben sich in freier Künstlertätigkeit einen guten Ruf,
wie z. B. Friedrich Adler in Hamburg, Schmoll von
Eisenwerth in Stuttgart und andere. Die Münchener
Schule ging inzwischen in andere Hände über. Man
wird mit Interesse verfolgen, ob W. von Debschitz an der
Hannoverschen Anstalt ebenso gute Erfolge erzielen kann.

H. 2

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