Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 24.1908-1909

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schließt, von denen wiederum einige, wie Walter
Ophey, entschlossen ihren eigenen Weg suchen. —
Wir sind am Ende unseres flüchtigen Rundgangs
angelangt und es mag nur noch gesagt werden, daß
auch Plastik, Graphik und Kunstgewerbe mit guten
und sorgfältig ausgewählten Stücken vertreten sind.
Erst durch dieses Zusammenklingen und durch die
geschmackvolle Aufmachung wirkt die ganze Ver-
anstaltung so sympathisch. Zum Schlüsse aber muß
noch erwähnt werden, daß ganz wider Erwarten sich
Wiesbaden auch als recht guter Kunstmarkt er-
wiesen hat. Die heimischen Kunstfreunde aber
knüpfen an diesen Eintritt ihrer Vaterstadt in die
Reihe moderner Kunstzentren noch ihre besonderen
Hoffnungen.

Seit Jahren sind die Räume des Städtischen
Museums völlig unzulänglich. Wie in einem Ma-
gazin hängt Rahmen an Rahmen und vor den Bildern
müssen die einlaufenden Werke der permanenten
Kunstausstellung aufgebaut werden. Nun wird zwar
seit längerer Zeit der Bau eines angemessenen
Museums erörtert, immer wieder aber scheitert die
Ausführung des Projektes an finanziellen und son-
stigen Schwierigkeiten. Nachdem nun durch die
gegenwärtige, in jeder Beziehung wohlgelungene und
stark besuchte Ausstellung der Beweis erbracht ist,
daß in Wiesbaden die moderne Kunst festen Boden
gefaßt hat, steht zu hoffen, daß endlich dem einer
solchen Stadt unwürdigen Zustand ein Ende gemacht
und trotz aller Bedenken und Hindernisse in Bälde
der ernsten Kunst eine würdige Stätte bereitet werde!

E. L.

VON AUSSTELLUNGEN

DRESLAU. Das Schlesische Museum für Kunst-
" gewerbe und Altertümer veranstaltet aus Anlaß
der 56. Generalversammlung der Katholiken Deutsch-

Secessionsgalene, München jands vQm 22 Augugt big ,2 September eine AüS.

Stellung kirchlicher Kunst. Für die neuzeitigen kirch-
Wilhelm Schmurr bedeutend hervor, zumal sein liehen Kunstschöpfungen sollen nicht nurschlesische,
»Herrenporträt« ist sowohl nach der Seite psycho- sondern auch auswärtige Künstler, Kunsthandwerker
logischer Vertiefung wie in technischer Hinsicht ein und Kunstanstalten herangezogen werden. Nur von
reifes Meisterwerk, das auch der anspruchsvollsten eingeladenen Ausstellern können mit Rücksicht auf
Galerie zur Ehre gerei-
chen würde. Daneben
möge hier auf Josse
Goossens farbenpräch-
tige Interieurs und auf
den jungen W. Heimig
hingewiesen werden, des-
sen koloristische Quali-
täten sofort ins Auge fal-
len. Im allgemeinen aber
beruht nach wie vor der
Sohwerpunkt der Düssel-
dorfer Kunst in derSchil-
derung der eigenartigen
niederrheinischen und
niederländischen Land-
schaft, die mit ihren in-
timen Farbenreizen dem
denkenden Künstler im-
merneue Aufgaben stellt.
Da ist es nun erfreulich,
daß sich den Begründern
der modernen Düsseldor-
fer Landschaftsschule,
den Clarenbach, Do-
cker, E. Kampf, Liese-

gang,NlKUTOWSKIUSW.

jetzt eine ganze Reihe fritz von uhde hundefütterung
aufstrebender Talente an- Secessionsgalerie, München

hermann hahn adam

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