Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 24.1908-1909

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-^S^> VON AUSSTELLUNGEN <^^~

ivan mestrovic die verlassene

solche Motive. Die Legende berichtet, daß VON AUSSTELLUNGEN

bei der Erbauung der Stadt Skutari eine Frau _ „_T... _. ... ,,. . _ . . . , _ .

„ . ° . , , . DERLIN. Die augenblickliche Speisekarte kunst-
in die Grundmauern eingeschlossen werden ß bischer Genüsse istsehr reich besetzt. Draußen
mußte, um dem Werke Festigkeit gegen zer- am Kurfürstendamm das heiß umstrittene Brahms-
störende Mächte zu gewähren. Sie war mit denkmal von Klinger; in der Akademie gleich zwei
diesem Opfer einverstanden und bedang sich Sr°ßere Darbietungen: die ScHADOW-Ausstellung
, „ , „ ■ r\ tf und eine Ausstellung von Mitgliedern der Akademie.
nur aus, daß man in der Mauer zwei Oeffnungen, Ein kurzes Eingehe* auf die drei DarbietUngen an

in Gesichts- und in Brusthöhe, lassen solle, dieser Stelle erübrigt sich, da sie alle noch eine

damit sie ihr Kindlein noch bis zu ihrem Tode eingehende Würdigung erfahren sollen. Aber auch

sehen und nähren könne. Mutterliebe bis in sonst setzt man uns genug des Guten und Schlech-

t-jj -^j i- j iri>, ei ten vor. Prächtige Dinge bei Lassirer. Voran das

den Tod, das ist das Fundament der Volkskraft. Halali von Cou°BET; fn dem der rote Rock des

Und aus der naiven Kraft volkstumlicher Hornbläsers wie eine Fanfare aus der groß ge-
Empfindung und Vorstellung erwächst uns hier sehenen und kräftig gemalten Landschaft heraus-
eine künstlerische Potenz, die imstande ist, klingt. Weiter eine ganze Reihe Landschaften von
n rr i cl j ir . L Claude Monet. Aus den 1870 er Tahren noch
uns an eine große Zukunft der Kunst glauben die feste MaIerej mit schweren dunklen schatten.,

zu machen! die sich dann immer mehr auflichten, bis schließ-
- lieh Form und Farbe völlig in lauter Licht aufge-
löst erscheinen. Die letzte Konsequenz dieses
GEDANKEN ÜBER KUNST Stiles ist wohl in dem dampfenden Nebelmeer ge-
zogen, das die Waterloobrücke in den phanta-
„Nicht schön sehen, sondern gut sehen." stischsten Farben umdampft. Hier wird der Realis-
mus zu Poesie. Heinrich HObner stellt die
Resultate seiner Japanreise aus. Hier haben wir
Nichts Kleinliches ist in der Natur. Was in der endlich einmal Japan, wie wir es sehen, nicht durch
Natur stört, soll auch im Bilde stören. Leibi die japanische Brille, nicht nur dekorativ stilisiert

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