Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 54.1903-1904

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Neues aus (Österreichs Kunst und Kunstgewcrbc.

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389. Zierleiste von Albin Laug, Wien.

Meuee aus ö)sierreiche ()<unst und
0<unstgewer6e.

er Titel unseres Aufsatzes dürfte
auch lauten: Moderne Wiener
Kunst und modernes Wiener
Kunstgewerbe. Gb unter dieser
oder jener flagge... wir begeben
uns soeben auf ein Gebiet, welches
für Deutschland ein ziemlich dunkles ist. Woran
das liegt, ist schwer zu sagen, eine Tatsache ist nur,
daß österreichische Kunst zu wenig ins Ausland
dringt, daß zu wenig für sie Propaganda gemacht
wird, daß sie zu einem Ganzen zusammen-
geschlossen, anderen Ländern überhaupt nicht ver-

mittelt wird; eine andere Tatsache ist, daß sie in
hohem, in eminentem Grade bodenständig und also
naturgemäß als peimatkunst nicht gleich auf ein Ver-
ständnis iit breiteren, ausländischen Kreisen rechnen
kann. Da zudem auch unsere Literatur über bildende
Kunst wenig in anderen Ländern gelesen wird, so
sehen wir (Österreichs Architektur und Kunstgewerbe
namentlich, in Deutschland meist von ganz schiefem
Standpunkt aus betrachtet und beurteilt. Wan
bringt den modernen Darbietungen — der Wiener
Kunst — wenig Sympathien, wenig Achtung entgegen,
gelinde beurteilend spricht man von „Kinderspielzeug",
„Konditorwcrken" usw. And doch! was hat (Öster-
reich auf der letzten Pariser Weltausstellung geleistetI1)

') Nicht der Umstand, daß ich (Österreicher, diktiert mir
die Worte! Der Verfasser.

390. Tafeltnch; nach Entwarf von jdriska v. Graisowska, Dresden — ausgefiihrt von Norbert Langer & Sötjite,

Dentfch-Lieban (Mähren). (V10 der wirkl. Gr.)

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