Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 54.1903-1904

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Kleine Nachrichten.

<(20. Glasschrank aus den Werkstätten von A. Pössenbacher,
München, hellgewachstes italienisches Nußbaumholz.

und {00 211.; Ankauf weiterer Entwürfe zum greife
von f00 212. Vorbehalten. — Einlieferungstermin:
20. 3unt 19°^. — Weitere Bedingungen werden
auf Wunsch von der genannten Ausschreibestelle zu-
gefandt. #

/Gin Diplom für Lehrlingsarbeiten-Ausstellungen

^ sucht das Steiermärkische Gewerbeförderungs-
institut zu Graz auf dem Wege des Wettbewerbs zu
erlangen, an dem sich indessen nur Steiermärker be-
teiligen können. Es siitd zwei Preise: 200 und
J50 Kronen — ausgesetzt, die allerdings nur verteilt
werden, wenn wirklich preiswürdige Arbeiten ein-
laufen. Einlieferungstermin: f. Juli fsiOH. Das
genaue Programm ist durch das genannte Institut
(Direktor A. Springer) zu beziehen. *55-

tuen Ideemvettbewerb um ein herrschaftliches
Wohnhaus schreibt W. Girardet in Essen an
der Ruhr aus. Das paus soll in ponnef (am
Rhein) errichtet werden auf einem Platz, der einen
schönen Blick auf den Drachenfels und auf Rolands-
eck bietet. Die Baukosten sind auf sOOOOO 212. an-
genommen (ausschließlich peizungs- und Beleuchtungs-
anlage sowie 212öblierung). Letzter Einsendungstermin:
Poststempel vom 3 s. Juli ssiOch An Auszeichnungen
sind vorgesehen zusammen 6000 212., nämlich drei
Preise — 2000, s300 und sOOO 222. — und 3 An-
käufe zu je 500 222. Genaue Programme samt Lage-
plan, Skizzen der Baustelle und der landschaftlichen 22m-
gebung versendet der Abschreiber auf Wunsch. *

Ergänzung. 212it Bezug auf das in letzter
' Nummer, S. ssi-s, abgebildete Brunnenmodell
(2lbb. 379), teilt uns dessen Autor, Bildhauer 212ax
Peilmaier, mit, daß auch bei diesem Brunnen
Architekt A. Bachmann sein 212itarbeiter war.

(Unsere (Kikder.

as Ehrengeschenk, womit der Bayer.
Kunstgewerbeverein bzw. dessen Aus-
schuß dem einstigen I. Vorstand, ßt.
v. Thiersch, den Dank für die in fünf
arbeitsreichen Jahren ausgeübte Tätig-
keit zum Ausdruck bringen wollte, eröffnet die Reihe
unserer Bilder; den der Gesamtdarstellung beige-
fügten 2lngaben ist nur noch etwa hinzuzufügen,
daß der Kern des Pfeilers und Sockels aus einem
warmen hellgrauen 222armor, die 222etallfafsung und
das Figürchen aus dunkelpatinierter Bronze bestehen.

Daran schließen sich die Ansichten zweier zur
Ausstellung in 5t. Louis gegangener Räume (<^09
bis <P2), hervorragende Vertreter des modernen
einheimischen Kunstgewerbes, die wohl so ziemlich
die ersten Beispiele moderner Raumkunst in baye-
rischen Staatsbauten darstellen. Den Künstlern war
bei dieser Aufgabe, gleichwie bei dem schon in
Pest 6, 5. s78 ff., vorgeführten Raum, völlige
Freiheit gelassen. Bei dem Nürnberger Zimmer
(Abb. ^09 u. <P0) ist der Grundzug die Farb-
stimmung, wogegen z. B. Profile und Beschläge
möglichste Einfachheit erstreben. Wand und Decken
bestehen aus Fichtenholz in stumpfer farbiger Fassung
— blau, grün, die aufschablonierten Ornamente grün
und violett; die 222öbel sind aus amerikanischem,
grünlichem, violettgestreiftem Pappelholz hergestellt,

| mit polzeinlagen in blaugefärbtem Ahorn, — Be-
schläge aus blankem 222efsing. — In dem für

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