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und Buchmarktes

von

DZe CLusstellunQ chinesischer \unst in föertin

Man abonniert bei den Buchhändlern, bei der Post oder direkt
beim Verlag. Pariser Büro: 122 Bd. Murat, Paris, XV|e.
Anzeigenannahme beim Verlag bis Donnerstag. Telegr.-Adr.:
Kunstauktion Berlin. Postscheck-Konto: Berlin Nr. 118054;
Wien D 114783. Bankkonto: Mosler, Süsskind &Co., Berlin W8

Einzel-Nr. 40 Pf. Quartal für Deutschland M.4.—u.40Pf. Be-
stellgeld, Jahrespreis einschl. Porto M. 16.60; Quartalspreis
einschl. Porto für Deutschösterreich S7; Tschechoslowakei
40cK; Frankreich/Belgien 25Frs.; Holland 3fl.; England 5 sh;
Schweiz und die nicht angeführten Länder 6 Fr.; Übersee $1.50

Verlag: Die Kunstauktion G. m. b. H.
Redaktion und Lesesaal
Berlin W 62, Kurfürstenstraße
Telefon: B 5 Barbarossa 7228
Herausgeber: Walter Bondy-Berlin und Dr. von Saxe-Paris

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E)ei einem kurzen Rundgang durch die
Ausstellung chinesischer Kunsi in Ber-
k11» zu dem man am leßten Donnerstag die
der Geirf, r f,Cssc geladen hatte, konnte jeder, der Er-
il-Museurf ,a‘lrung .auf diesem Gebiet hat, fesisfelien,
teres nebc.^a& es sich hier um eine Veranstaltung han-
ihrnehmu1'. e‘t wie sie in gleichem Ausmaß wohl noch
andesamF l.emals stattgefunden hat. Leider haben uns
len. Haf *e Veranstalter nicht Gelegenheit gegeben,
hfolge V<L"s schon einige Zeit vorher mit den zur
50, S. I' pOssicHung gelangenden Objekten zu be-
ler baycl l"Sseri- Wir müssen uns daher heute damit
pfignügen, eine allgemeine Übersicht über die
f.Ulle des Gesehenen zu geben und eine aus-
Vhrliche Besprechung der Einzelheiten dieser
Vefeinigtl^lPosanten Chinaschau für die kommenden
ndte Kill' ^Unnnern unserer Zeitung aufsparen.
te Eingat... ‘Die Veranstalter haben mit außerordent-
phiker v<) n-rn F!e>6 und mit großer Umsicht in ver-
im M i I ‘ .^.unismäBig kurzer Zeit eine Fülle von
n s 11 e ri| n,ttEsischen Kunstgegenständen aller Gebiete
kämm«! aller Epothen zusammengebrachi, und
u '»ollen ihnen zu dieser schier übermensch-
t‘ nfin Leistung unseren herzlichsten Dank
” us sprech en.
5 « .AK 'ch vor .-zwölf Jahren Interesse für
siSSl 3ewann und anfing, mich mit chin-e-
Kunst zu beschäftigen, ahnte ich
eikcii nidhf, mit welcher rapiden SchneTIig-
eif sich diese edle Kunst bei uns durehseljen
Uflde. Vor dem Kriege gab es in Deutsch-
nd nur verschwindend wenig Sammler chfne-
>sch^r IKuns't. Man :fand wohl hier und da
nem Prell -,n<: Vdhnung, in der ererbte, ostasiatische
d. Inge aufgestellt waren, aber die Leute, die
ird: Mi:?Us eigenem Antrieb Chinakunst kauften,
I e b o t p°nnte man an den Fingern abzählen. Als
-Vr'1<,lir Woreh im Jahre 1914 mit einer Anzahl
ler findet l[p°n. cf'üiresisChen Stücken der Frühzeit aus
i Prei\u^ris na«dh iBerlin kam, konnte er weder an
sere Mm-seen noch an unsere Händler und
Ilern ein1 Gender ®uCh nur ein einziges Stück ver-
t dabe> L u*en- Wie -sehr hat sidh diese Sache in
An lebten fl'S Jahren geändert! In dieser kur-
s Stücke“ C?* Spanne Zeit -sind dank der Propaganda-
lt sein rl>eit des deutschen Kunsthamdels und dank
ich zu ■»-

der Anregung durch die osiasiatischen
Museen und Vereine Sammlungen wie Pilze
aus der Erde geschossen, die sich heute
schon mit den besten ihrer Art im Auslande
messen können.
Die ostasiatische Ausstellung zeigt in
ihrem weitaus größten Teil Stücke, die den
deutschen Privatsammlungen und dem deut-
schen Kunsthandel entstammen, und man
konnte schon nach dem ersten flüchtigen
Überblick feststellen, daß man -auf gewissen
Kunstgebieten das Ausland zumindest er-
reicht, wenn nicht gar überflügelt hat. Es ist
anzuerkennen, daß sich die Veranstalter
unserer Ausstellung aber nicht mit den
Stücken begnügt haben, die ihnen das Inland
zur Verfügung stellen konnte, sondern mit
-ausgezeichneter Fachkenntnis verstanden
haben, aus den Beständen ausländischer
Sammler und ausländischer Museen das zu
wählen, was unseren deutschen Sammlungen
fehlt. Ebenso ist es anzuerkennen, daß das
Ausland troß des Risikos, das auch bei größ-
ter Vorsicht der Transport itmd die Ausstel-
lung von Kunstgegenständen mit sich bringt,
seine Sthäße den weiten Weg nach Berlin
hatten antreten lassen. Auch ihm schulden
■wir -also unseren wärmsten Dank.
Den Kern der Ausstellung chinesischer
Kunst, die in den schönen und großen, viel-
leicht allzu großen Räumen der Akademie der
bildenden Künste am Pariser Plaß tagt, bildet
ohne Zweifel das chinesische Kuns’tgewerbe.
Die Skulptur hat man wohl wegen der außer-
ordentlichen Kosten des Transportes der
größeren Stücke nur in einzelnen Muster-
beispielen herangezogen. Ausgezeichnet und
sicher besser als in irgendeiner der voran-
gegangenen chinesischen Ausstellungen ist
die Br-onzeplastik des ersten Jahrtausends
vertreten. Es ist hier das Beste vereinigt,
was man auf diesem Gebiet überhaupt sehen
kann. Ähnlich steht es mit den vorchrist-
lichen chinesischen Bronzegefäßen, die, wenn
man von der Malerei absieht, den Höhepunkt
des -chinesischen Kunstschaffens überhaupt


darstellen. Das, was vor einigen Jahren in
einer Ausstellung chinesischer Frühkunst, die
Charles Vignier in Paris arrangiert hat, zu
sehen war, kann sich, was die Fülle des Ma-
terials betrifft, in keiner Weise mit dem
messen, was die rührigen Veranstalter unse-
rer Ausstellung aus aller Herren Länder her-
angeschafft haben. Es ist zu hoffen, daß
unsere Sammler durch diese prachtvolle
Schau dieser edelsten chinesischen Kunst
sich davon überzeugen werden, daß kaum
ein anderes Gebiet ostasiatischen Kunst-
schaffens würdiger ist, gesammelt zu werden,
als dieses. Aber nicht nur die Bronzegefäße
der Chou- und Han-Zeit sind mit erstrangigen
Musterbeispielen vertreten, auch die verzier-
ten Kleinbronzen, die Beschläge und Waffen,
die Ritualgegenstände und Ziergegenstände
dieser großen Zeit sind in ihren besten Ver-
tretern zu sehen. Sehr reich ist auch die
Auswahl an Spiegeln, Ritualgegenständen
und Schmucksachen aus Edelmetallen, Halb-
edelsteinen, Glas und Knochen.
Von den bedeutenden, zum großen Teil
vergoldeten Bronzen der Wei- und Tang-
Zeit haben wir schon am Anfang gesprochen,
wir werden ihnen in einer der nächsten Num-
mern einen eigenen Aufsaß widmen.
Außerordentlich reich ist die chinesische
Ausstellung an Vertretern der Grabkeramik,
der Han-, Wei- und Tang-Zeit. Man kann
sich wohl kaum eine bessere Zusammenstel-
lung dieser sowohl in der Beobachtung des
Menschen und des Tieres, als auch in der

Zu nebenstehendem Bilde:
Stehende Kuan-Yin
Vergoldete Bronze. T’ang-Zeit (618—906)
Höhe 19 cm.
Bes. E. Wo-rch , Berlin
Ausstellung Chinesischer Kunst-, Berlin
Kou an-Y in, debout.
Bronze dore. Epoque T*ang (618—906)
Haut. 19 cm.
Coll. E. Worch, Berlin
Exposition d'Art Chinois, Berlin

Impressionisten

ALTE MEISTER

PAUL CASSIRER / HUGO H ELBING

AUSSTELLUNG

CHINESISCHER

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KUNST

s. HARTVELD Me T. de LAET

AUKTIONSLEITUNG: PAUL CASSIRER / HUGO HELBING

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VERANSTALTET VON DER
GESELLSCHAFT FÜR OSTASIATISCHE KUNST
UND DER PREUSS. AKADEMIE DER KÜNSTE
 
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