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16. W

Nr. 25


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und Buchmarktes

An unsere Abonnenten!

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)' Vlsforischen und kritischen Arbeit, die
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Selben Zeit, da für einen Stich Israels
leekenem 38 000 M., für ein Gemälde

Einzel-Nr. 40 Pf. Quartal für Deutschland M. 4,— u. 40 Pf. Be-
stellgeld, Jahrespreis einschl. Porto M. 16.60; Quartalspreis
einschl. Porto für Deutschösterreich S 7; Tschechoslowakei
40cK; Frankreich/Belgien 25 Frs.; Holland 3fl.; England 5sh;
Schweiz und die nicht angeführten Länder 6 Fr.; Übersee $1.50

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Gold, Jmpttssionisten \5/Viktoria^tr^ Berlin WW

Das II. Quartal 1929 läuft mit Nr. 26 ab.
Wir bitten diejenigen unserer Abonnenten,
die nicht für das ganze Jahr vorausbezahlt
haben, uns den Betrag für das III. Quartal
bezui. für das 2u>eite Halbjahr, bis zum
1. Juli einzusenden, andernfalls tuir uns
erlauben werden, den Quartalsbetrag durch
Nachnahme einzuziehen. Eine Zahlharte
liegt dieser Nummer bei

Conrads von Soest 60 000 M. bezahlt werden,
konnten so ganz hervorragende Werke mittel-
alterlicher Plastik, Glanzstücke der Versteige-
rung in Frankfurt, wie der oberrheinische
trauernde Johannes vom Anfang des
13. Jahrhunderts (Nr. 20, Titelbild), das west-
fälische Kruzifix des 14. Jahrhunderts (Nr. 32,
Taf. 17) oder die köstliche südfranzösische
Marmorstatuette um 1320 (Nr. 27, Abb. in
Nr. 20, S. 7, Nr. 23, S. 6) nicht ohne weiteres

brachten zwischen 1200 und 1500 M., Preise,
die, gemessen an anderen Auktionen der
lebten Jahre, ein sehr beachtenswertes
Niveau darstellen und für künstlerisch gTdiÄ-
wertige Werke, soweit sie sich nicht, wie die
Madonna der Sammlung Licht, auf einen be-
stimmten Namen wie Riemenschneider fest-
legen liefen, kaum angelegt wurden. Die
kleinen Leuchterengel-Paare Nr. 66 und 67
(Abb. Taf. 26) wurden für 1170 bzw. 1500 M.
zugeschlagen. Von den Barockwerken ist der
Preis von 3100 M. für die beiden lebens-
großen Pariser Bischofsgestalten um 1660
(Nr. 116, Taf. 33) bemerkenswert. —
Wie viel bereitwilliger größere Summen
für Gemälde, auch anonymer Meister, ge-
boten werden, bewiesen die wenigen alten
Bilder, die den Schluß der Versteigerung
bildeten. Die mainfränkische Maria mit
Kind um 1490 (Nr. 137, Abb. in Nr. 21, S. 2)
kam auf 11 100 M., die S p o s a 1 i z i o aus der
Schule des Meisters von Sie. Gudule (Nr. 135,
Taf. 36) auf 6000 M., die Antwerpener An-
betung um 1515-20 (Nr. 138, Taf. 38) auf
4000 M. und die Augsburgische Heilige
Familie (Nr. 139, Taf. 39) auf 2400 M.
Soweit nicht noch Verkaufsverhandlungen
über einige der gerade bedeutendsten Stücke
der Sammlung schweben, bringen wir den
vollständigen Preisbericht auf Seite 4. Die
Versteigerung dieser rheinischen Sammlungen
zeigt immerhin, daß eine feste Preisgestaltung
auf dem Markte alter Plastik besteht, wenn-
gleich der künstlerische Wert noch heute nicht
entsprechend den anderen Kunstgebieten be-
zahlt wird. Wie lange diese Entwicklung an-
halten wird, ist nicht abzusehen; die jenseits
des Ozeans langsam im Entstehen begriffenen
Sammlungen mittelalterlicher Skulptur könn-
ten eines Tages auch die Preise für diese
Kunstwerke, wie in der leßten Zeit die auf
dem Gebiete der Graphik und Handzeich-
nungen, in kurzer Zeit in die Höhe schnellen
lassen.

Exemplar (Nr. 1, Taf. 1) 2000 M. Begehrter
waren die Arbeiten des 14. Jahr-
hunderts: Der Preis von 8500 M. für die
kölnische Standfigur einer Jungfrau (Nr. 26,
Taf. 11), von 4300 M. für die mittelrheinische
Mutter Gottes (Nr. 15, Taf. 5) oder von 2800 M.
für die kölnische thronende Madonna vom
Ende des Jahrhunderts (Nr. 18, Taf. 6) darf
sogar als sehr beachtenswert bezeichnet wer-
Von den Werken des 15. Jahr-

abonniert bei den Buchhändlern, bei der Post oder direkt
Verlag. Pariser Büro: 122 Bd. Murat, Paris, XV|e.
Ic e,Senannahme beim Verlag bis Donnerstag. Telegr.-Adr.:
fy^tauktion Berlin. Postscheck-Konto: Berlin Nr. 118054;
<Eri D114783. Bankkonto: Mosler, Süsskind & Co., Berlin W8

zugeschlagen werden, weil die an sich wesent-
lich geringeren Taxpreise nicht erreicht wur-
den, obwohl der inkommensurable künstle-
rische und unikale Wert dieser Stücke keinerlei
Vergleich mit den oben angeführten Werken
der Graphik und Malerei zu scheuen braucht.
Der immerhin für Plastik ansehnliche Haupt-
preis der Auktion Hahn von 14 000 M. fiel auf
das oberrheinische heilige Grab um 1400
(Nr. 30, Taf. 15), das sich durch die Einzig-
artigkeit des Motivs wie die ganz besonders
schöne Erhaltung auszeichnet. Für die fran-
zösische thronende Madonna des
12. Jahrhunderts (Nr. 3, Taf. 2) wurden 4800 M.
bezahlt, für das gleichzeitige rheinische

i| uber dem der Haarlemer Sammlung
Die augenblickliche Entwicklung des
Markts, von Modeströmungen auf der
Und Geldknappheit auf der anderen
'!(] — das Hauptinteressentengebiet für
f ‘innerliche Plastik ist vorläufig noch in
'i|s^Sendern Maße Europa und speziell

Giovanni Boccati da C am.e r i n o , Der Tod des hl.
Holz. — 39 : 30 cm
Galerie B a c h s t i t z , B e r 1 i n
Giovanni Boccati da Catnerino, La mort de St. Sabin
- Bois, 39 : 3° cm.
• Gaier ie. Bachstitz, Berlin
■ '(vgl. die' Notiz auf S.eite.8)'"

Verlag: Die Kunstauktion G. m. b. H.
Redaktion und Lesesaal
Berlin W 62, Kurfürstenstraße 76/77
Telefon: B5 Barbarossa 7228
Herausgeber: Walter Bondy-Berlin und Dr. von Saxe-Paris

^ESSIONISTEN

hunderts ragten mehrere durch die erziel-
ten Preise hervor: So vor allem Nr. 42, der
hlg. Quirinus mit dem Falken, ulmisch um
1460, Abb. Taf. 21, mit 5800 M. — Nr. 54, die
mittelrheinische oder fränkische Madonna,
Abb. Taf. 24, mit 5000 M. oder Nr. 53, die
hessische Muttergottes mit 2500 M. Unter den
Skulpturen des frühen 16. Jahrhunderts,
die im Durchschnitt rascheren Absaß zu guten
Preisen fanden, erwähnen wir die rheinische
Kreuztragung (Nr. 100, Taf. 32) mit 4600 M.,
den hlg. Eligius, bayrisch um 1510 (Nr. 80,
Taf. 28) mit 3300 M., die Utrechter Grab-
legung (Nr. 90, Taf. 30) mit 1750 M. Einzel-
statuen dieser Zeit, wie Nr. 36, 46, 69 oder 76,

•H (j *> zu einer Trennung der verschiedenen
, ft, r*en der bildenden Künste geführt, die
^öhlenmäßigen Vergleich zwischen den
Gebieten, zwischen den rein künst-
(i\ 'T Werten der verschiedenen Techniken,

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, was auf dem Gebiete romani-
i |^nd gotischer Plastik seit dem Kriege in
is Dndel kam, und die hier erreichten
dürften bis zu einem gewissen Grade
i.^&stab der augenblicklichen Bewertung
Lj Gegenüber gleichartigen Werken der
’i| luüg van Stolk oder der Sammlung
V *st immerhin eine gewisse Aufwärts-
y^Ug zu konstatieren, die nicht zuleßt
V Einzigartigkeit des hier

Plastik
'les Mittelalters

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undli^1^ zuläßt. Dies haben die Auktionen
celbs4 K Jahres in allen Ländern deutlich genug
st die |,i I .Selben Zeit, da für einen Stich Israels
aus^J 'eckenem 38 000 M., für ein Gemälde
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4^ Mau muß diese an sich bedauer-
r>nku5^ '"f Msache berücksichtigen, wenn man zu
t'eres5^ %SIerechten Würdigung der Ergebnisse der
am 11- Juni bei Heinrich Hahn
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zählt ('M es i t z , über die wir im Leitartikel von

' "«I VJC,1I 1VIJ1L1I JU111 v,ll 111 L/L Ul J VlilUl IU
'jfr^leses künstlerisch bedeutsame Gebiet
. p\(’r Kunstentwicklung verwandt wurde,
inzerß'y 1 selbst die besten plastischen Werke,
...Jüngster Zeit auf den Markt kamen,
\ y>e starke Hausse mitmachen, die allge-
bei Gemälden, Handzeichnungen,
4 Möbeln oder Osfasiatica zu konsta-
1 X I c 1- _ _ - 1. L _ .1_

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r a n k f u r t a. M. stattgehabten
Tigerung mittelalterlicher
y^turen aus rheinischem Pri-

> Zur Versteigerung
H. Hahn, Frankfurt a. M.
kyeQen vielfachen Voraussagen, die eine
steigende Bewertung mittelalterlicher
e die 9ucb nacb c*em Kriege, der diese Ent-
jesten vorübergehend gehemmt zu haben
' L ’ prophezeiten, und troß der reichen
K _i__i j-.







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BRUMMER NEW - YORK
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