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und Buchmarktes

Berlin W9

Ostasiatica

inini k. Th. E. Simon


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VERSTEIGERUNGEN

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o v e m b e r 1929


NEW-YORK

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57

27

Einzel-Nr. 40 Pfg. Quartal für Deutschland inkl. Postzustellung M. 4,40;
Lieferung durch den Verlag im Umschlag M. 5,50; für das Ausland (nur
!m Umschi.) M. 5,50; oder: Oesterreich ö. S. 9; Tschechoslowakei Kc 45;
Frankreich und Belgien fr. Frs. 35; Holland hfl. 3,25; England £ -/5/6;
Schweiz und die nicht angeführten Länder sfrs 7; Übersee $ 1,50.

Cat.
Berlin

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Kunstauktion Berlin. Bankkonti:
Msche Bank, Dep.-Kasse M, Berlin W62; Mosler, Süßkind & Co.,
ärHn W 8. Postscheckkonti: Berlin 118054; Wien D 114783; Paris 1187 32

orientalischer
rung am 13. N

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sind die beiden kecken Krieger (Nr. 8, 9) und
die Figur Nr. 13 in ihrer brueghelschen Drasfik.
— Die beiden Pagen (Nr. 5, 10) atmen noch
ganz die Strenge einer Friihkunst, ebenso eine
große zweiteilige Frauenfigur, die meines Wis-
sens nur noch bei Eumorfopoulos vorkommt.
Schließlich verdienen unter den früheren
Figuren noch das Mädchen mit den Häschen
(Nr. 19) und die Frau mit der Zither (Nr. 20)
Erwähnung, die wohl beide der Zeit um 600
entstammen.
Sehr reichhaltig ist die T’a n g - Grab-
Plastik vertreten. Sie bietet mit ihren
Kriegern, Falknern, Würdenträgern, Reitern
und Reiterinnen, Tänzerinnen und Musikan-
tinnen, mit ihren verschiedenen Völkertypen,
ihren Kamelen und Pferden den lebendigsten
Spiegel der damaligen Zeit und erreicht in
vielen Figuren eine Plastik von hoher Qualität.
Ich nenne das prachtvolle große Kamel mit
dem Treiber (Nr. 60, 61), den Reiter (Nr. 28)
in seiner gesammelten Haltung, die anmutigen
Tänzerinnen (Nr. 39, 43) und die interessanten
Zirkusreiterinnen (Nr. 79, 80, s. Abbildung
Seite 2). Andere Figuren haben ihren größten
Reiz in den farbigen Glasuren, wie der Diener
(Nr. 36) mit dem seltenen Blau und der mehr-
farbig glasierte Kameltreiber (Nr. 57). Die
beiden Falkner (Nr. 40, 41) überraschen durch
ihre hohen, geradezu friderizianjschen Helme.
Neben dieser Grabplastik, die eine ge-
schlossene Sammlung bildete, hat Herr Simon
spätere chinesische Kunst nur zur Aus-
schmückung seines schönen Hauses erworben,
vor allem Porzellane. Die beiden
Habichte (Nr. 96, 97) der K’ang-Hsi-Zeit sind
troß ihrer Kleinheit von einer monumentalen
Einfachheit. — Von Porzellanen mit famille
verte-Dekor sind eine Reihe farbenprächtiger
Schüsseln zu nennen (Nr. 100—103), von
famille rose-Porzellanen ist ein großer Saß
von drei Deckelvasen und zwei Becher-

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. (Zu nebenstehendem. Bilde)
Mann und Frau
H. 36 u. 58 cm —.China, Wei-Zeit .
Smlg. Th. E. Simon- Berlin — Kat Nr. 16, 17
Versteigerung hei Paul C a s 's i r er
Hugo Helbing-, Berlin
am 5. November
. .. Homme et Femme
_ ' H. 36 et 58 cm — Chine, Ep. Wei
Cöll. Th. E. Simon-Berlin — Nos 16, 17 du
.V e.nte chez P aul. C assirer. et Hugo Helbing,
le 5 Novembre 1929

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Begründet von Walter Bondy
Verlag: Die Kunstauktion G. m. b. H.
Redaktion und Lesesaal:
Berlin W 62, Kurfürstenstr.Z6-ZZ - Tel.: B5 Barbarossa Z228
Herausgeber Dr. J. I. vo n Saxe

Meisterwerke der Malerei des XIX. Jahrhdts.
Eine führende deutsche Privatsammlung
Feuerbach, Klinger, Knaus, Kuehl, Lenbach, Rayski, Spitzweg, Trübner, A.u.O.Achen¬
bach, Baisch, Bürkel, Defregger, Gebhardt, Lier, Munthe, Schleich, Schoenleber,
Schreyer, Schuch, Vautier, Wenglein, Zügel u.a. — C. F. Daubigny, Munkaczy, Paal.
Versteige
Aus gleichem Besitz:
Sammlung
Versteige
^Stellungen beider Sammlungen: 8. bis 11. November 1929

jll 5. November, also an demselben Tage,
Hem Bodes Nachlaß zur Versteigerung
'M, wird bei P. Cassirer und
/ e 1 b i n g in Berlin auch die Sammlung
'dor E. Simon versteigert werden. Man
dies insofern bedauern, als Herr Simon
Sammlung erst in den lebten Jahren ge-
lten und sich als ein temperament-
ir Sammler und Liebhaber chinesischer
st schon über Deutschlands Grenzen hin-
Hnen Namen gemacht hatte.
’^in besonderes Interesse galt den Grab-
11 r e n der Wei- und T’a n g - Dynastie,
denen er in verhältnismäßig kurzer Zeit
so mannigfaltige Sammlung zusammen-
>te, wie man sie mit Ausnahme der
lungen Eumorfopoulos, London, und
en in Baden b. Zürich in europäischem
^besitz kaum wieder vereint finden
*6. Da Herr Theodor E. Simon es sich zum
besteckt hatte, neben den häufiger vor-
senden Typen — wie bekannt, sind die
Tri dieser Figuren aus Modeln gepreßt
für die wenigsten frei modelliert worden
■'^sonders reizvolle und seltene Stücke zu
^eln, und dabei nur bei internationalen
^-Händlern kaufte, wird man nicht fehl-
1(1 in der Annahme, daß dieser Auktion
i.'hr gebührende Interesse enfgegenge-
werden wird.
ir mei“ Sammler und Freunde chinesischer
, vgfii1 ' Wird manches Stück von der Ausstellung

WERTHEIM: DAS BIBLOGRAPHIKON
Alte Graphik Seltene Bücher Moderne Kunst

/n abonniert beim Verlag, bei der Post oder bei den Buchhändlern.
11 & , 'Iser Büro: 122 Bd.Murat, Paris, XVI«. Anzeigenannahme beim Ver-
in bis Donnerstag. Telegr.-Adr.:
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'r Akademie der Künste in diesem Früh-
jjftf vertraut sein. So zum Beispiel die bei-
n g’fajfiichen Figuren eines Ehepaares aus
e i - Zeit (Nr. 16,17), von denen die Frau
eben Ter stolzen Haltung und ihrem Typus so
yt an die Frauen Piero della Francescas
,'^rt (Abbildung nebenstehend). —
i(i ’ölls von der Ausstellung her bekannt

rung am 12.
 
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