Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
2

Die Kunstauktion"

VORBERK!

um

KAU F E

46) typische

Dr BENEDICT&C

BACHSTITZ

BERLIN

BELLEVUESTRASSE 6a

Alte Meister • Antiquitäten

EILTE» MEISTE

BERLIN W9

FRIEDRICH-EBERTSTR.5 / TELEPHON: NOLLEHL

34, Rue Lafayette — 58, Rue Jouffroy (Bd. Malesherbes) Paris

^^nze

Bemalung (Nr. 20), der in
der flächenhaften Gestal-
des seelischen Ausdrucks
was die deutsche Plastik
Das Drängen zu

Objets de Collection
Tapisseries ■ Peintures

von besonderer Bedeutung (Abb. s. unten).
Nicht geringeres Interesse beanspruchen die
beiden Tafeln mit Darstellungen von Heiligen
(Nr. 130 und 131) als rheinische Arbeiten des
späten 14. Jahrhunderts. Wir finden ferner
eine Vermählung Mariae aus der Schule des
Meisters von Sainte Gudule um 1470 (Nr. 135),
eine späten Arbeiten Burkmairs nahestehende
heilige Familie (Nr. 139) und eine Anzahl guter
Gemälde der niederländischen Schulen
des 16. und 17. Jahrhunderts, darunter Arbeiten

Überreich
gezeichneten
hunderts:
dann die reizvolle Madonna mit Kind aus der
Aachener Gegend (Nr. 7), ein ähnliches Stück
vom Mittelrhein (Nr. 8) und eine lange Reihe
von Bildwerken, die der Raum verbietet, ein-
zeln aufgeführt zu werden. Für den Formen-
reichtum der in höchstem Bewegungsstil aus-
klingenden Gotik sind die kleine Magda-
lena (Nr. 36) und der in mächtigem Ausdruck

ist die Sammlung an aus-
Werken des 15. Jahr-
voran einige Pietä-Gruppen,

Bachstitz Inc.
New York

B achstitz-Gallery
s’Gravenhage

vordrängende Christophorus (Nr.
Zeugen. Neben der Utrechter Kreuzab-
nahme (Nr. 89), einem vollendet durchgear-
beiteten Meisterwerk der Reliefbildnerei, steht
die Kreuztragung (Nr. 100) eines rheini-
schen Meisters vom Anfang des 16. Jahrhunderts,
deren malerische Auflösung der Form in eine
Vielheit der Figuren durch den Reiz ihrer rest-
los erhaltenen Polychromierung zu höchster
Wirkung gesteigert wird.
Unter den Tafelbildern ist das als
„mainfränkische Madonna um 1490“ bezeich-
nete Werk durch seine Beziehungen zur Wohl-
gemut-Werkstatt und zu dem jungen Dürer

SCHWEDISCHE
MÖBEL
des 18. Jahrhunderts

cm. — Coll. Fr. J. Marx, Francfort s. M. — No 137 du Cat.
chez Heinrich Hahn, Francfort s. M.
le 11 Juin 192g

den benachbarten Bezirke wie Süddeutschland
und Westfalen sind in einzelnen schönen
Stücken vertreten.“ So dürfte sich hier für
Sammler wie vor allem für die Museen eine
einzigartige Gelegenheit bieten, Werke von
anerkannten künstlerischen Rang und hoher
kunstgeschichtlicher Stellung zu erwerben.
Die frühesten Stücke reichen, wie die bei-
den rheinischen und französischen thronenden
Madonnen Nr. 1 und 3, noch ins 12. Jahr-
hundert zurück. Unter den Werken des
13. Jahrhunderts steht dem künstlerischen
Range nach an erster Stelle der oberrheinische
trauende Johannes aus Akazienholz mit
gut erhaltener alter
der Monumentalität
tung und der Kraft
zum Besten gehört,
um 1200 aufzuweisen hat.
plastischer Höhen- und Tiefenbildung, das
beginnende Schwingen der Umrisse und die
Steigerung der Licht- und Schatfengegensäße
erweist den zeitlichen Abstand der herrlichen
sißenden Muttergottes aus Köln (Nr. 4),
deren Ansehung um 1230 bis 1240 den in-
zwischen eingetretenen Umschwung des künst-
lerischen Sehens deutlich erkennen läßt. Em
typisch französisches Werk des 13. Jahrhun-
derts bildet die Standfigur einer Jungfrau
aus der Isle de France, deren straffer Ver-
tikalaufbau an der französischen Architektur-
plastik geschult ist und deren Körpergefühl
wie Gesichtsschnitt und Ausdruck Parallelen in
der gleichzeitigen Kathedralplastik findet.
Die Zeit um 1 3 00 wird durch einige
hochwertige Stücke bezeichnet, unter denen
Nr. 21, die hessische stehende Stein-
madonna, Nr. 26, die wohl kölnische Stand-
figur einer Jungfrau, Nr. 27, die südfran-
zösische Marmorstatuette einer Muttergottes
(Abb. in Nr. 20, S. 7), und Nr. 31, die stehende
Maria mit Kind, französisch um 1310,
Werke von überragender künstlerischer Bedeu-
tung, hervorgehoben seien.
An Qualität stehen diesen Arbeiten die
Werke des 14. Jahrhunderts, wie die
glänzend erhaltene Sitzmadonna
1360 vom unteren Mittelrhein mit schöner alter
Fassung (Nr. 24) oder die aus Trier stammende
Muttergottes um 1370 (Nr. 28), keineswegs
nach. Von Madonnenstatuen dieser
Zeit verdienen ferner Nr. 11, 12, 15 und 29,
Arbeiten der Rhein- und Moselgegend, die in
eindrucksvoller Weise die Entwicklung der
deutschen Plastik von 1350—1400 veranschau-
lichen, besondere Beachtung. Zum Bedeutend-
sten dieser Sammlung darf der westfälische
Mystikerkruzifix (Nr. 32) gerechnet
werden, dessen zwingende Ausdruckskraft
von keinem anderen Werk des 14. Jahrhun-
derts übertroffen wird.
Wohl selten dürfte auf dem Kunsfmarkt ein
Werk wie das Heilige Grab (Nr. 30) an-
getroffen werden, vor allem in der gleichmäßig
tadellosen Erhaltung des Gesamtaufbaus und
des originalen Holzschreins wie der herrlichen
Fassung der sechs Figuren. Ikonographisch
zweifellos abhängig von dem berühmten
Heiligen Grab des Freiburger Münsters,
worauf auch die Herkunft dieses kostbaren
Stückes aus Kloster Lichtental bei Baden-
Baden deutet, ist es in der formalen Behand-
lung durchaus selbständig und darf zu den
Meisterwerken oberrheinischer Kunst kurz
nach 1400 gerechnet werden.

Main f rank en u m 1490, Maria mit Kind
Holz- — 51,5:39,5 cm. — Sammlung Fr. J. Marx, Frankfurt a. M. — Kat.-Nr. 137
Versteigerung bei Heinrich Hahn, Frankfurt a. M.
am 11. J u n i 1929
Mainfranken vers 1490, La Vierge avec l'enfant
Bois. — 51,5 : 39,5
V ent e

von de Wet, Keyser, Pourbus d. Ä„ Claes Mo-
lenar, Coques, Wouwerman u. a.
Auch die kleine Abteilung kunst-
gewerblicher Arbeiten birgt einige
kostbare Werke. Die beiden gotischen
Stühle (Nr. 120), deutsch wohl um 1400, ge-
hören zu den größten Seltenheiten, der Ham-
burger Schrank um 1670 ist überhaupt ein
Unikum in dieser Ausführung. Das früher
Jamnißer zugeschriebene Pulverhorn
(Nr. 121) ist ein Meisterwerk an Schnißerei
und Silbertreibarbeit des Nürnbergers Chr.
Riiterle um 1560. Df_ Werner R Deusch.

Römische, Syrische, Griechische, Islamische
Ausgrabungen

Berlin
.dl
Historische Auto? ‘
Vorbericht Berlin. — Am
findet bei K. E. Henrici, B e rjöR I

GEMÄLDE

nnuei oei n. c.. nennci, c jofl
Steigerung von historischen
Wir finden Briefe usw. '
Fürsten, Kaisern aus dem
Politikern, aus der Zeit
jährigen Krieges, dann
deutschen Fürsten, Staab
leuten usw. Unter den ZaP
essanten Stücken greifen wir
heraus. Da finden wir url
16 Seiten langes Schreiben .8
Bismarck vom 22. Juni >
gerichtet an Leop. v. Gerlach, J
in diesem Briefe zu den HaUP ;
inneren Politik. Dann einen V1
Brief von Voltaire an die .f|
Bayreuth vom 22. Sept. 1753’,^
sich lebhaft über seine Verha.T
furt beschwert. Daran reiht L;||
blatt mit Unterschrift von W ■ •
1898 verfaßt hat. Von wissen-
deutung sind die Briefe Geor
f u r t h s , des Afrikaforscher5^
bis 1905 reichen und aus den ,|f2g
Orten stammen; die Briefs'^
Katalog reproduziert, sind s£S]
Man darf hoffen, daß dieser L
Briefwechsel eines unserer <Jr°° 5
in deutschem Besiß bleibt.
Bücher des 15.—20.
Vorbericht Berlin. — Am
Max Perl, Berlin, die Vers
vielseitigen Materials statt, da5^
15. bis 20. Jahrhunderts jj'
Besiß, ferner Manuskripte m» ’jj
Inkunabeln, illustrierte ^!
16. bis 20. J a h r h u n d e rJ
Pressendrucke, kunstgeschieP J
Mappenwerke, kulturgeschid1^
Gastronomie und deutsche
Literatur enthält. Unter den Jh
schönen Einbänden ’L
Nr. 120, Epistolae decretales
ficum, Parisiis, 1570, in einemA,
Augsburger RenaissanceeinP41,,
Karthäuserkloster Buxheim- G
gastronomischen Wel^J
Geiler von KeisersP f
„Prediger Teutsch“, Augspurfl' I
gepreßtem Ganzlederbd. d. '-'J
und „Das buch d’sünder des y
bürg, 1518, dessen reicher Bih'K|j|t
wohl auf H. Baldung Grien gr Pr9sj
Unter den Goetheana ,
gäbe des „Faust“ (Leipzig J&tQr'°gra
stück, an das sich modernerr'rnt5(
dieses und anderer Werke
— Bei den Mappenwed !
aufmerksam auf die A r n 0
(Nr. 217), die dem Dichter Zpj Mq
burtstag gewidmet wurde uO
einem der 27 von Holz sifl11, ’
exemplare auf Japan vorliefl!’ -
Holzschnitte Alter Meister Oy
M.J.Friedländer herausgegebe^l
1922), ferner
usw. Am mt
nuskripte
Hier finden wir Nr. 309, ein -V}
15. Jahrhunderts, französisch’
quinband des 18. Jahrhunderts’
Miniaturmalereien usw., daU
Stundenbuch des 15. Jahrhund^
handschrift, in rotem Lede„
ganzseitigen Miniaturmaler^
Nr. 311, ein holländisches
15. Jahrhunderts religiösen Ky
ment, in altem Lederband,
größeren Initialen. — U(,3|f
k u n a b e 1 n figuriert u. a-
(Fortseßung auf 5 ,
M Ei,
in d
‘Melk
 
Annotationen