Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 18.1883

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Kunstlitteratur.

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Joh. Nopomuk Geiger, Historienmaler; beide sind
identisch. — Jan. 12. lies Aug. Bro meisstatt CarlBr.;
richtig unter dem 28. Nov. und im „Künstler-
verzeichnis". — Jan. 12. fehlt Eugen Adam, geb.
1817. — Jnn. 13. lics Ed. Kurzbauer f 1879,
statt geb. 1789. — Jan. 23. fehlt Karl Österley
zun., geb. 1839. — Jan. 28. fehlt Fr. Borer, f
1881. — Jan. 31. fehlt v. Gegenbaur, h 1876. —
Febr. 3. sehlt Ed. Steinbrück, f 1882. — Febr. 14.
lies Ainmiller (so schreibt er sich selbst auf seinen
Bildcrn; vergl. Kunstchrvnik VI, S. 4>; Jordan,
Katalog der Nationalgalerie) statt Ainniüller; ebenso
unter dem 2. Dez. und im „Künstlerverzeichnis". —
Febr. 16. fehlt der schon in den ersten Jahrgang ge-
hörende Architekt Gilly, geb. 1771, f 3. Aug. 1800. —
Febr. 17. fehlt Fricd. Weber, f 1882. — Febr. 17.
fehlt Ludw. Gruner, h 1882. — Febr. 29. fehlt
Eberh. v. Wächter, geb. 1762 und -s 14. Aug.
1852. — Febr. 29. JohnLandseer und van Lerius
als Nichtdeutsche gehören nicht hierher; ebenso unter
dem 13. Mai Levpold Robert, 9. Juli van der
Kellen, 9. Dez. Jacobus Jacobs. — März 2.
fchlen Emil Wolsf, geb. 1802, Ed. Kurzbauer,
geb. 1840, Karl Raupp, geb. 1837. — März 6.
fehlen v. Gegenbaur, geb. 1800, und Val. Ruths,
geb. 1825. — März 7. fehlt Wilh. Gail, geb.
1804. — März 12. sehlt Konrad Eberhard,
h 1859. — März 16. Otto Sigmund Rnnge kann
füglich wegbleiben. — März 22. fehlt Ed. Gesel-
schap, geb. 1814. — März 23. fehlt Eug. Neu-
reuther, h 1882. — März 29. lies bei Joh. Heinr.
Felsing f 1875, statt 1825; richtig im „Künstler-
verzeichnis". ^— März 29. fehlt Karl Stürmer,
f 1881. — März 31. fehlt, wenn er Uberhaupt hierher
gehört, Heinr. Lehmann, h 1882; kein Geburtstag
angegeben.

Mit diesen Lücken und Fehlern, die sich aus den
übrigen Monaten mit leichter Mühe vervierfachen
ließen, stimmt freilich das den dritten Abschnitt des
zweiten Teiles bildende „Künstlerverzeichnis" nicht immcr
überein, giebt vielmehr manches vollständiger und
richtiger an. Nur folgende in beid en Abschnitten des
zweiten Jahrganges mangelhafte Angaben mögen aus
den übrigen Monaten hier beispielsweise noch Platz
finden:

Nov. 16. fehlt Fernkvrn, f 1878. -— Dez. 27.
fehlt Wagmüller, f 1881. — Dez. 9. (nicht Nov. 9.)
Steinhäuscr, f 1^79. — Dez. 23. Gustav Süs,
f 1881. — Juni 12. Joh. Heinr. Strack, f 1880.—
Mai 14. Herm. Freese, Tiermaler, geb. 1813. —
2uli 23. Karl Blechcn, f 1840. Jnni 25.
Julius Lange, f 1878; im „Künstlcrverzeichnis"
heißt cs: „lebt in Viünchen". — Mai 10. ASmus

Jakob Carstens, geb. 1754 und Mai 26. 1798 der-
selbe f, gehört in den ersten Jahrgang. — Mai 26. und
Jnli 15. fehlen die Architekten Kyllmann, geb. 1837,
und Heyden, gcb. 1838. — Sept. 14. Rud. Hennc-
berg, f 1876. — Okt. 8. ibaver Reich, Bildhaucr,
f 1881. — Mai 6. Georg Heinr. Crola, f 1879. —
Dez. 13. fehlt Josef Petzl, geb. 1803; dersclbc f
24. April 1871. — Okt. 11. Ahlborn, geb. 1796,
derselbe f 24. Aug. 1857. — Jan. 13. Wilh. Meyer-
heim, f 13. Jan. 1882, im Künstlerverzeichnis als
„in Berlin lebend". Jn beiden Abschnitten des zweiten
Jahrganges fehlt der doch wohl zu den deutschcn
Künstlern zu zählende Adolf Tidemand; im ersten
Jahrgang unter dem 14. Aug. als Alfred Tidemand
erwähnt. Endlich noch drei bedeutende Fehler im
„Künstlerverzeichnis": der erste und dritte Arndt,
letzterer ohne Bornamen, sind identisch; ebenso die
beiden 12. April 1825 geborenen Ludwig Thiersch
und Ludwig Thirsch; ebenso Helene Riehl „lebt in
München" und Helene Vogler-Riehl in Bonn; es ist
Helene Riehl, seit 1881 verehelichte Or. Vogcl
in Bvnn.

Noch mangelhaster als diese auch durch manche
Fehler anderer Art, Flüchtigkeits- und Druckfehler,
entstellten Angaben der Geburts- und Todessahre der
Künstler, unter denen, wie wir sehen, auch Namcn
ersten Ranges sind, ist im zweiten wie im ersten Jahr-
gang der 1. Abschnitt des 2. Teiles: „Übersicht der
hervorragendsten Arbeiten und Ereignisse auf dem Ge-
biete der bildenden Künste". Wenn sich der Verfasser
hier doch nur die Berichte ähnlichen Jnhalts in dem
leider vor zwei Jahren eingegangenen „Jllustrirten
Kalender" (Leipzig, I. I. Weber) zum Vvrbild ge-
genommen und die „Kunst-Chronik" dieser Zeitschrift
besser benutzt und epcerpirt hätte, so wäre schon etwas
viel Vollständigeres zum Vorschein gekommen. Sehr
dürftig ist in dieser Hinsicht die Malerei ausgefallen,
in der sich, wenn wir uns auf den zweiten Jahrgang
beschränken, der Verfasser mit der Angabe weniger zum
Teil nicht einmal hervorragender Leistungen begnügt
und die neuesten bedeutenden Schöpfungen von A. v.
Werner, Karl v. Piloty, Franz Adam, Jos. Hoffmann,
Griepenkerl, Knaus, Vautier, v. Gebhardt, Paul Meyer
heim, der beiden Achenbach u. a. gar nicht erwähnt;
am ausführlichsten beschäftigt er sich mit dem aller-
dings meisterhaften „Gebet in der Kirche" von Leibl.
Noch viel dürstiger, oder vielmehr kaum berührt ist
trotz der im ersten Jahrgang ausgesprochenen Hoffnung
auf verdiente Berücksichtiguug das Fach des Kupfer-
stichs, worin als einzige Novität Mandels fast voll-
endete Sixtina erwähnt wird. Wie armselig sähe es
mit dem deutschen Kupferstich aus, wenn das das einzige
nennenswerte Blatt des Jahres 1882 wäre! EtlvaS
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