Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 6.1908

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CHARLES KEENE, ZEICHNUNG

SAMMLUNG B. GRnNVULU

CHARLES KEENE

1823 — 1891

VON

JAN VETH

esen Sie wohl mal Zeitungen,
durfte ich, nach einer Pause
in der Unterhaltung, den alten
Menzel einst fragen, worauf
der Meister, den Zeigefinger
seiner kleinen Hand nach oben
richtend, mit dem gewissen
soldatesk Prophetischen, das
er einzelnen seiner Aussprüche

beigeben konnte, antwortete: „Ich lese die schönste

Zeitung der Welt."

Er meinte den Punch, und man kann sicher

sein, dass Punch für ihn vor allem Keene be-
deutete.

Es ist übrigens bekannt, dass persönliche Be-
ziehungen zwischen Menzel und Keene bestanden
haben, und aus Keenes Briefen können wir ersehen,
welche Art Verbindung dies war. In einem vom
6. Oktober 1881 datierten Brief von ihm an einen
Freund lesen wir: „Ich hatte gestern einen schwieri-
gen Brief zu schreiben. Menzel, der grosse deutsche
Künstler, schickt mir ein paar Photographien seiner
Bilder. Ich habe seine Werke während meines
ganzen Lebens gekannt und bewundert und habe

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