Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 19.1884

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19- Iahrgang.

Nr. y.

LZeilräge

sind an ssrof. Dr. L. von
kützow (wien, Ttzere-
sianumgasse 25) oder an

(3. Dezenrber

Jnscrate

ü 25 Ps. für die drei
Mal gespaltene petit-
zeile werden von jeder
Buch- u.Kunsthandlung
angenommen.

^883.

Veiblatt zur Zeitschrift für bildende ^unst.

Schloß Runkelstein bei Vozen; Goslar; Archäologische Gesellscha<t in Berlin; Die Restaurationsarbeiten an der Ratharinenkirche zu Vppen-
heim; Aus Darmstadt; Holtzendorfs an den Nordpolsahrer Iulius payer. — Leipziger Runstauktion. — Zeitschristen. — Aataloge.

N o nr tL h r i st in a r k t.

u den älteren Prachtwerken, die uns von den Herrlichkeiten
frcmder Länder und Völker erzählen oder Natnr und Kunst
der deutschen Heimat im Bilde zeigen, hat sich in diesem
Jahre kein neues geseklt. Der Brunnen scheint nusgeschöpft
oder das Rezept fiir dic illustrirten Quartanten und Foli-
anten dieser Gattung sciner Wirkung auf die Kauflust nicht
mehr sicher zn sein. Das schöne Unternehmen der Verlags-
handlung von Hirt L Sohn in Leipzig: Nordlandfahrten muß indes wohl
ausgiebigen Beifall gesunden haben, da den ersten drei BLnden noch ein Ergän-
zungsband gefolgt ist: Holland und Dänemark, herausgegeben von Fr. v.
Hellwald und H. Weitemeyer. Die Ausstattung ist wie bei den voraus-
gegangenen Abteilungen eine vorzügliche, Zeichner und Holzschneider haben glei-
ches Verdienst an dem Gelingen des Werkes, welchcs namentlich in den Holland
gewidmeten Seiten eine ganze Neihe inerkwürdiger, kunstgeschichtlich interessanter
Bauwerke vor Augen führt. Gleiches Lob verdient das von uns ebenfalls schon
im vorigen Jahre besprochene, nngemein reich nnd trefflich illustrirte Prachtwcrk:
Palästina in Wort und Bild, nebst der Sinaihalbinsel und dem
Lande G osen (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt). Der crste Band desselben
wurde mit der 29. Lieferung abgeschlossen. Der zweite Band bringt uns von
den TrümnierstLtten der Rvmerherrschaft bei Baalbek in die Thäler und auf
die Höhen des Libanon, von dort wieder an die Meeresküste, den Boden,
auf welchem die Phönizier einstmals ihre meerbeherrschende Macht begründeten
und nachmals der Jslam eine neue Kultur entwickelte, von der noch heute ge-
waltige Burgen und stolze Moscheen zu reden wissen. Die Verlagshandlung setzt
uns in Stand, den Lesern eines der schönsten Landschaftsbilder, den Blick auf
Sidon, diesen Zeilen beizufügen.*) Von Tyrus führt uns der Weg in die Bucht
Aus dcr Prachtmisgabe von Goethe's Non Akko, die Küste entlang nach Jaffa, Ramle und Lydda, von dort an den
-citt». «uiutschc Liiilagc-aiistait.) ovn den Philistern bewohnten Landstrich und in den südlichenTeil von Judäa,

*) Jnzwischen erhielten wir auch einige Probsillustrationen aus der in der vorigen Nummer besprochenen Pracht-
ausgabe von Goethe's Werken, welche hier nachträgliche Verwendung stnden.
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