Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 2.1904

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DALOU, STUDIE EINER FRAU

DÜSSELDORFER AUSSTELLUNG

DIE DÜSSELDORFER AUSSTELLUNG

VON

MAX OSBORN

(SCHLUSS)

N den internationalen Bildersälen
ist das Verhältnis anders. Hier ist
f| die französische Kollektion gar-
nicht gut zusammengesetzt. Vor
allem deshalb, weil die maitres im-
pressionistes (bis auf zwei ältere
Monets von 1875 und 1888) fehlen. Und grade
sie wären für die Düsseldorfer besonders wichtig
gewesen. Denn wenn ihnen etwas Not tut, dann
sind es eben, wie schon angedeutet, Anregungen

nach dieser Richtung. Ein beherzter Griff ins volle
Impressionistenleben hätte wieder gezeigt, woran
es bei ihnen hapert; abgesehen davon, dass hier der
Schwerpunkt der französischen Malerei von heute
liegt, von dem die Rheinländer nun wieder nichts
erfahren. Man hat sich statt dessen lieber an die-
jenigen Franzosen gehalten, die in Paris etwa die
düsseldorfer Ecke bilden (cum grano salis zu
verstehen). Das sind immer noch sympathische
und sehenswerte Leute, aber sich bei der ersten

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