Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 2.1927

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werke (z. b. der reklame) bezeichnend, in
nicht allzu ferner zeit dürfte es allerdings
durch die zunehmende ausbreilung des tief-
drucks und des Offsetdruckes beseitigt wer-
den, die die gestalt des bucb.es wiederum
stark beeinflussen werden, wahrscheinlich
wird nur ein teil der buchdrucktechnik, der
satz, noch längere zeit als domäne des Buch-
druckers eine rolle spielen - - wenn nicht
auch hier neue verfahren, etwa die fotogra-
fische Setzmaschine, einschneidende ände-
rungen hervorrufen.

was heute schon erreicht ist, ist dies: das
ideal der renaissance — das gleichmäßige
grau der buchseite — ist aufgehoben; an
seine stelle tritt die harmonie in bezug auf
helligkeit, raumwirkung und richtung kon-
trastierender typografischer und fotogeni-
scher elemente. der zeilgemäße einband
oder Schutzumschlag zeigt ebenfalls die zu-
nehmende Verwendung fotografischer auf-
bauteile.

schon heute kann festgestellt werden, daß
eine neue buchform existiert.

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