Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 2.1927

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SPIEGEL UND TOI LETTESCH RÄNKCHEN

NEUE MÖBEL VON ADOLF G. SCHNECK

AUSGEFÜHRT IN DER DEUTSCHE WERKSTÄTTEN A.-G. DRESDEN - H ELLERAU

Mit erstaunlicher Schnelligkeit läuft der
Prozeß der „Entpersönlichung" des moder-
nen Möbels ab. Daß der all/u individuelle
Stil, der jedem Möbel aus der ersten Zeil
der neuen kunstgewerblichen Bewegung das
ganz persönliche Gepräge seines Schöpfers
verlieh, sich auf die Dauer nicht halten
konnte, war von Anfang an klar. Schon
vor dem Kriege hatte sich die Individuali-
tät der Führer der kunstgewerblichen Be-
wegung so weit abgeschliffen, daß der

Schöpfer eines Stuhles mehr oder weniger
nur an Nuancen zu erraten war. Man sah
mit vollem Beeilt darin das Zeichen einer
gesunden Entwicklung in der Richtung auf
einen echten neuen Stil. Aber niemand
konnte damals ahnen, daß noch ein so wei-
ter Weg zurückgelegt werden müßte, bis
man wirklich am Ziel der neuen Bewegung
angelangt sei. Daß dieses Ziel heute schon
erreicht ist, wollen wir nicht behaupten,
aber jedenfalls ist nicht mehr zu verkennen,

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