Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 8.1933

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im Mai eröffnet. Wir haben schon im Dezemberheft v. J. mit-
geteilt, daß das Deutsche Reich sich an der Ausstellung offiziell
mit einer graphischen Sonderschau beteiligt. Die Architekten
Mies van der Rohe, Gropius und Mendelsohn sind aufgefordert
worden, sich an der internationalen Abteilung der Ausstellung
zu beteiligen.

Zur Stuttgarter Werkbund-Ausstellung
„Deutsches Holz für Hausbau und Wohnung" wird uns mit-
geteilt, daß der Württembergische Staatskommissar verfügt
hat, daß sie ohne die Bezeichnung des Deutschen Werkbundes
durchgeführt werden soll. Es sind Verhandlungen eingeleitet,
von deren Ergebnis die weitere Mitarbeit des Werkbundes
abhängt.

Die von den beiden westdeutschen Arbeitsgemeinschaften
Bergisch-Land und Düsseldorf-Niederrhein beabsichtigte Aus-
stellung „W erbung und Wirtschaft" mußte auf
Herbst dieses Jahres verschoben werden.

Unser Mitglied Frau Anne Biermann, Gera, ist
verstorben.

Von Professor Edmund G. Körner, dem Erbauer des Folk-
wang-Museums in Essen, wurde eine von Professor Enseling
geschaffene Büste in den Räumen des Museums aufgestellt.

Prof. Dr. Hans Hildebrandt, Stuttgart, sprach auf einer
Vortragsreise nach Leipzig (Kunstverein im Museum der Bilden-
den Künste), Dresden (Goethebund), Chemnitz (Kunstgewerbe-
verein) u. a. über „Das Raumproblem in der Malerei der
Gegenwart" sowie über „Internationale Kunst nachdem Kriege".

In diesen Tagen erscheint das Vorlesungsverzeichnis des
Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht,
Berlin W 35, Potsdamer Str. 120. Es enthält die Ankündigung
von Lehrgängen, Übungen, Arbeitswochen, Studienfahrten. Das
Gesamtverzeichnis kann gegen Voreinsendung von 15 Pfg.
von der Geschäftsstelle bezogen werden.

Der Kunstgewerbe-Verein zu Leipzig hat als
gemeinnütziges Unternehmen eine „Beratungsstelle für Heim-
gestaltung" ins Leben gerufen und hofft, durch die Tätigkeit
dieser Beratungsstelle den Absatz qualitätsvollen Kunstgewerbes
fördern zu können.

Die staatlichen Sammlungen für Volkskunde in Berlin zeigen
z. Z. eine Ausstellung „Passions- und Osterzeit in
Volkskunde und Volkskunst". (Bis 17. April täglich,
außer Dienstag, 9—3 Uhr.)

Stadt und Kreis Sonneberg, Thür., veranstalten von Mai bis
Oktober d. J. eine Spielzeugschau.

MITTEILUNGEN DES ÖSTERREICHISCHEN WERKBUNDES

Anschrift der Geschäftsleitung: Wien IX, Türkenstraße 3

Triennale-Mailand, Mai bis September 1933. Wie
schon in unserem Rundschreiben bekanntgegeben wurde, sind
die für die Ausstellung bestimmten Gegenstände in der Zeit vom
3.—7. April, 14—18 Uhr, im österreichischen Museum für Kunst
und Industrie, I., Stubenring 5, einzuliefern. Für die Einlieferung
zur internationalen Fotoausstellung ist der Termin vom 12. bis
14. April, 9—1 Uhr, bestimmt worden. Einlieferungsort ist die
Geschäftsstelle des österreichischen Werkbundes.

Werkbund-Vortrag. Professor Paris Gütersloh spricht
am Mittwoch, dem 29. März, 19y2 Uhr, im großen Saal des
österreichischen Museums für Kunst und Industrie, I., Woll-
zeile 41, unter dem Titel: „Ein Künstler berichtigt die Zeit:
Unwahr ist . . . ., wahr vielmehr ist . . . .".

Wettbewerb zur architektonischen Ausge-
staltung der Reichsbrücke. Das Bundesministerium für
Handel und Verkehr veranstaltet zum Zweck der Ausgestaltung
eines technischen Entwurfs für den Umbau der Reichsbrücke
über die Donau in Wien einen Wettbewerb. Er ist beschränkt
auf freischaffende Architekten, die österreichische Bundesbürger
sind, ihren Wohnsitz dauernd in Osterreich haben, weder Be-
sitzer oder Teilhaber eines Bauunternehmens sind, noch in
einem öffentlich-rechtlichen oder privat-rechtlichen Dienstver-
hältnis stehen und auch nicht einen Ruhegenuß aus öffentlichen
Mitteln beziehen. — Für die besten Entwürfe gelangen 12 Preise
im Gesamtbetrage von 15 000 S zur Verteilung. Die einschlägigen
Unterlagen können vom 20.—31. März an Wochentagen in der
Zeit von 9—11 Uhr vormittags im Bundesministerium für Handel
und Verkehr, Wien I., Stubenring 1, 3. Stock, Tür 7, eingesehen
oder zum Einheitspreis von 8 S. behoben werden. Die Entwürfe
sind bis längstens Dienstag, den 2. Mai, 10 Uhr vormittags, in
der Abteilung 2/Br. des Bundesministeriums für Handel und
Verkehr, I., Stubenring 1, 3. Stock, Tür 7, abzugeben.

Plakatwettbewerb. Bei dem Plakatwettbewerb zur
Erlangung eines Plakatentwurfs für die Ausstellung „Österreichs

Wiederaufbau" (Wohnen und Siedeln) in Salzburg erhielt den
ersten Preis unser Mitglied Joseph Binder, Wien.

Musterausstellung in Paris. Das österreichische
Generalkonsulat in Paris trägt sich mit der Absicht, in seinen
Räumlichkeiten in Paris 150, Boulevard Haußmann, eine per-
manente Musterausstellung österreichischer Qualitätsartikel ein-
zurichten. Die Räumlichkeiten werden den Interessenten un-
entgeltlich zur Verfügung gestellt, lediglich für Vitrinen, sowie
für Versicherung und Bewachung ist eine ganz geringfügige
Jahresmiete zu entrichten. Das österreichische Generalkonsulat
bittet, auf diese vorteilhafte Gelegenheit, in Paris für öster-
reichische Erzeugnisse Propaganda zu machen, aufmerksam zu
machen. Interessenten erhalten erschöpfende Auskünfte durch
das Österreichische Handelsmuseum (Zentralverband für den
Außenhandel), IX., Berggasse 16.
Ausstellungen.

Secession : „Das Sittenbild der Frau in der Kunst". (Aus
sechs Jahrhunderten.) Diese sehr interessante Ausstellung ist
nach bestimmten Themen übersichtlich geordnet, überdies ist
chronologische Reihenfolge durchgeführt.

österreichisches Museum für Kunst und In-
dustrie. Die „Wiener Frauenkunst" zeigt gegenwärtig eine
Ausstellung mit dem Programm „Die schöne Wand". Eine
größere Anzahl von Werkbundmitgliedern ist an ihr beteiligt.

österreichische Galerie (Oberes Belvedere): „Das
Stilleben in drei Jahrhunderten österreichischer Malerei".

Neue Galerie (I. Grünangergasse 1): „Französische Im-
pressionisten".

AusstellunginSüdamerika. Die Nordiska Kompaniet
in Buenos Aires plant, im Sommer dieses Jahres eine Aus-
stellung österreichischen Kunsthandwerks zu veranstalten. Um
die Auswahl des Materials wurde der österreichische Werkbund
ersucht. Für die Ausstellung soll die kostenlose Beteiligung
gewährleistet werden.

VERANTWORTLICHER SCHRIFTLEITER: DR. W. LÖTZ, BERLIN. — DRUCK UND VERLAG: W. & S. LOEWENTHAL, BERLIN SW 19, GRUNSTRASSE 4.
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