Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 8.1933

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WENN lch,führ, mit e'nem Sock voll Geld EINE HALBE GESCHICHTE.

_ i/r^Kwr- u sieDen Schimmeln durch die Welt,

KONIG säss' abends mit der Zackenkrone Ich weiss ein altes Häuschen. Das stand lange

WAR'! >m Schloss auf meinem gold'nen Trone. Jahre öd und leer. Hohe Eichbäume gaben ihm

fpf v_Ii r\ , i.i • I i-, l i - ^^Häfc jk". fc- Schatten. Efeu wuchs empor an seinen Wanden.

Zum Feste spielten hundert Geigen
den wunderbarsten Hochzeitsreigen

. Li - t,- ■ ■ W jP\ I : s Eines Tages bekam das Hauschen Besuch. Ein

d machte sie zur Konigin. , „

böser Rauber kam mit seinen Gesellen. Einer

sah übler aus als der andere.
Eilig holten sie hervor, was sie gestoh-
len hatten. Einer stellte Wein auf den
Tisch. Ein anderer holte einen Eier-
kuchen hervor, wieder einer eine ge-
bratene Gans. Hei, das war ein Fest!
Aber sie kamen damit nicht zu Ende.

Lass' dir zu Ende erzählen!

Eine neue Fibel

Das Erziehungsdepartement des Kantons Basel hat in seinem Darstellung geht schön und gut mit dem Schriftbild zusammen.

Lehrmittel-Verlag einige Fibeln herausgegeben, die in vieler Die farbige Ausgestaltung ist fein abgewogen und dennoch

Beziehung interessant und beachtenswert sind. Uns sind drei kräftig und leuchtend.

kleine Hefte bekannt, unter dem Titel „Z'Basel an mim Rhy". Das d|es konnte es auch bei anaeren netten Büchern geben.

Wir bilden zwei Seiten.oaare aus diesen Fibeln ab. Das Wqs aber die Ausstattung dieser Fibe|n vor aMem auszeichnet,
Format ist ein Querformat 15 X 21 cm. Wir nennen diese

Maße, um die Handlichkeit der Hefte sinnfällig zu machen.
Man kann sich danach denken, daß es einem Kind viel
leichter fällt, eine so kleine Seite im Querformat zu übersehen
und zu lesen. Der Text ist außerordentlich einfach und sprach-
lich sehr schön. Wie schon aus dem Titel hervorgeht, handelt

ist, daß die Zeichnungen in ihrer Einfachheit wunderbar die
Objekte charakterisieren. Es sind beinahe Bildzeichen ge-
worden, von einer sehr feinfühligen künstlerischen Hand hin-
geschrieben.

Ueberall da, wo auf dem Bild etwas passiert — bekanntlich

es sich um eine sehr stark heimatgebundene Fibel. Es kommt richtet aerade darauf das Kind sein besonders Augenmerk -

in der Wahl des Stoffes und in der Art der Sprache deutlich, sind die5e Vorgänge mit einer wirklich kindlichen Freude an

aber doch nicht übermäßig betont zum Ausdruck. Der Text dem, was passiert, hingesetzt. Die ganze Fibel ist von der

ist nirgends gequält, sondern die Sprache ist leicht und frei ersten bis zur letzten Seite so von einem freundlichen, kind-

gehandhabt. Die unmittelbare innerliche Verbindung des liehen Leben erfüllt, daß man auch als älterer Mensch seine

Textes mit dem Bilderteil ist sehr lebendig. Die zeichnerische richtige Freude daran hat.

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