Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 15.1899/​1900

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OTTO H. ENGEL VON DE WATERKANT

AUS MEINEM LEBEN

Von A. Fitger
(Fortsetzung von Seite 35)

(Nachdruck verboten)

s kann natürlich entfernt nicht meine setzen wage, mit ziemlich manigfaltiger Vari-
Absicht sein, hier nun des weiteren von ation und in dem Bemühen, der rein deko-
meinen Arbeiten zu erzählen, einen Ueber- rativen Schablone immer noch einen kleinen
schlag zu machen, wie viel Kilometer Fries- poetischen oder witzigen Accent zu geben,
kompositionen, wie viel Hektar Plafondbilder, Auch Hess ich selten von dem Versuch eines
wie viel hundert allegorische Tanten, wie linearen und koloristischen Problems ab und
viel tausend Putti ich im Laufe der Jahre suchte mein Atelier stets über dem Niveau
auf mein Gewissen geladen habe. Der Putti- einer Fabrik warmer Semmeln zu halten,
konsum war namentlich auf
den Dampfern des Nord-
deutschen Lloyd, deren ar-
chitektonische Ausgestaltung
dem grossen Meister der
Dekoration, dem Architekten
J. G. Poppe oblag, ganz
enorm; ich erinnere mich,
dass auf dem einen Dampfer,
der Eider, deren etwa drei-
hundert erforderlich waren.
Die „Kunst für Alle" hat
vor Jahren sich einmal mit
diesen PoppE'schen Pracht-
leistungen beschäftigt und
dabei einige Abbildungen
von Sachen des verstor-
benen Lesker und von mir
gebracht (II. Jahrg. H. 23).
Aber auch zu Lande war
jenes leichte Gesindel
FiAMiNGo'schen Ursprunges
ausserordentlich begehrt und
bevölkert. Salons, Boudoirs,
Treppenhäuser, Winter- I^^BB^HB^^^^^^^^^^^^^^HI^^^^HI^^HI^^^^^HÄ
gärten in fast zahllosen Legi- OTTO H ENGEL sonnige au

Onen Und, Wie ich hinZUZU- Freie Vereinigung Darmstädter Künstler

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