Donath, Adolph [Editor]
Der Kunstwanderer: Zeitschrift für alte und neue Kunst, für Kunstmarkt und Sammelwesen — 4./​5.1922/​23

Page: 203
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soll 1628 auf dem Bilde stehen, gar nicht und von der Signatur
nur Reste feststellen konnte, ferner, daß ich in meinem Gut-
achten von keiner Datierung, also auch nicht von einer so
frühen gesprochen liabe. Denn 1628 paßt gar nicht zum Stil
des Bildes, das ich also nicht für eine Jugendarbeit halte. Ich
bringe es mit der reifen Zeit des Künstlers in Verbindung. Über
das ganz besonders hervorragende Gemälde ist noch sehr viel
zu sagen und ich behalte mir vor, nach neuerlichem Studium
des Bildes ohne Glas davor und nach längerem Nachsuchen in
den Ouellen eingehend auf das Wunderwerk und die Sclirift-
reste darauf zurückzukommen.

Schließlich noch die persönliche Angelegenheit, daß ich
nicht „Professor“ bin, als welcher ich in der Einleitung ange-
sprochen werde, wie auch sonst so häufig, da ich lange als
Vortragender tätig war. Ich habe mich niemals um den Pro-
fessortitel gekümmert. Endlich merke ich an, daß ich mich als
Republikaner nicht mit „von“ schreibe, obwohl ich früher ein
■ Recht dazu hatte.

Gestatten Sie, sehr geehrter Herr, die Bitte um freundliche
Aufnahme dieser Zeilen in den Kunstwanderer und seien Sie
versichert der größten Hochachtung

Ihres

ganz ergebenen
Dr. Th. F r i m m e I.

Wien, Ende Dezember 1922.

*

„Der Kunstwanderer“ wird seine Spalten selbstverständlich
Dr. Theodor Frimmel zur Veröffentlichung der wissenschaftlichen
Ergebnisse seiner neuen geplanten Untersuchung des Bildes zur
Verfügung stellen.

Oom boüändtfcben Kunffmat’kt

Über eine Versteigerung von Gemälden, die vom 12. bis
15. Dezember bei Fred M u 11 e r & Co. in Amsterdam statt-
fand, werden uns von unserem Amsterdamer Kunstreferenten nach-
stehende Ergebnisse mitgeteilt:

I. Alte Gemälde.

No. fl.

152. H. Avercam'p, Winterlandschaft mit Schlitt-

schuhläufern; mit Monogramm (26 X 38) . . . 3 600

153. H. Avercamp, Die Fischer. Ganz in der Art
des Arent Arentsz, gen.Cabel. Zweimal
mit dem Monogramm von Avercamp signiert

(26 X 41,5) .. 3 600

158. G. van Goyen, Halt vor einer Wirtschaft

(42 X 56,5). 3 400

161. Cornelis de Heem, Stilleben; Girlande von

Früchten; bez. (146 X 118). 4 000

163. Jan van Huysum, Vase mit Blumen; bez.

(78 X 63) . 1 350

172. Unbekannter Holländer des XVII. Jahr-

hunderts (75 X 106). 3 100

174. D o n L u i s Menendez, Der Karpfen (49 X 66) 1 000

183. Jan Porcellis, Stürmische See mit Schiffer

(49 X 41) . 1 800

191. Jan Steen, Bauernschlägerei (39,5 X 49); Hof-

stede de Groot No. 770 . 6 000

193. Willem van de Velde der Jüngere, Meeres-

stille mit Scliiffen (89 X 118). 3 700

195. Art des Willem van d e. V e 1 d e , Seeschlacht

(120 X 234,5) . 2 700

196. Adriaen van de Venne, Einzug Friedrichs V.

von de Pfalz in Seeflandern, Mai 1613 (59,5 X 87,5) 4 100

II. N e u e r e G e m ä 1 d e.

No. fi.

221. B. J. Blommers, Strand mit Fischverkauf; bez.

(29,5 X 41,5). 1 200

227. P. J. C. Gabriel, Der Fischer; bez. (30 X46,5) 1 050

273. W. Degouve de Nuncques, Der Wald; bez.

u. dat. 1898 (67 X 127).. 1 800

274. W. D e go u v e d e NuncqueS, Sommer in

Brabant; bez. u. dat. 1912 (61 X 105) .... 1 450

277. J. B. Jongkind, Flußlandschaft bei Mondschein;

bez. u. dat. 1865 (33 X 46). 1 050

280. A. Monticelli, Gesellschaft im Park; bez.

(44,5 X 61). 1 300

144—146. Drei Brüsseler Tapeten aus der Werk-
statt von F. van der Börcht nach Entwürfen
von D. Tcniers . .. 16 000

Chinesische Porzellane.

No. fl.

335. Ein Paar blaue Dcckelvasen auf Nußbaumsockeln 2 000

337. Satz von fiinf Famille-rose-Vasen; z. T. restauriert 1 600

371. Große Henkelvase mit rotem Sang-de-boeuf-Dekor

auf seladon-grünem Grund. 725

465. Satz von sechs Tellern mit polychromen Dekor und
holländischen Aufschriften iiber den Aktiensclnvindel

von John Lan von 1720 . 370

484. Satz von seclis Tassen der Famille rose . . . 440

1583. Chinesische Reiterfigur der Familie verte . . . 700

1617 u. 1618. Zwei kleine chinesische Teller der Famille

verte mit Herren im Gespräch mit ähnlichen Tassen 600

D e 1 f t e r F a y e n c e n.

1626 u. 1627. Zwei Paar polychrome Vasen .... 3600

Rembrandt-Zeichnungen.

No. fl.

1902. Allegorische Vorstellung; Speisung der Armen; mit

Weiß gehöhte Sepiazeichnung (17,3 X 24) . . . 3 400

1903. Simson und Dalila; Sepiazeichnung, an einigen

Stellen mit Weiß gehöht (19 X 22,6) .... 4500

1904. Knabe, aus einem Haus tretend, mit zwei bellenden

Hunden; Sepiazeichnung (19,5 X 18,3) .... 3600

B ü c h e r.

131. Werke von Cats, 1627—1732; Prachtexemplar

mit kolorierten Stichen .. 875

1852. Lafontaine, Fables. Paris, 1755—1759. Vier

Bände. Mit den Stichen nach Oudry .... 640

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