Donath, Adolph [Editor]
Der Kunstwanderer: Zeitschrift für alte und neue Kunst, für Kunstmarkt und Sammelwesen — 4./​5.1922/​23

Page: 252
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Sd)töetEct?l(cbe Kun{Jcbt?oriik.

In G e n f sah man, wie uns von dort berichtet wir.d, eine
aufs klugste angelegte Japansammhng im Museum aus-
gestellt. Der Maler Maurice B a r r a u d hat sie geschaffen. Ge-
genwärtig sieht man ebendort Bleistiftzeichnungen von Corot’s
Freund und Hodlers Lehrer, dem Genfer Maler und Kunstschul-
direktor Barthelemy M e n n. Im Museum Rath folgen sich zwei
Gedächtnisausstellungen, H. C. F o r e s t i e r und E. G i 11 i a r d.

W.



Im zweiten Bande von Donaths „ J a h r b u c h f ü r Kun'st-
sammier“ (Frankfurter Verlagsanstalt A.-G. in Frankfurt a. M.)
schildert Johannes Widmer eine der größten schweizerischen
Kunstsammlungen, die des Herrn W. Russ-Young in Serrieres-
Neuchätel. Dabei war von dem gesamten Bestand die Rede. In-
zwischen ist über die H o d I e r, der in diesem Betracht einzig
dastehenden Galerie Russ eine besondere, in ihre Eigenart ein-
führende Abhandlung von demselben Verfasser erschienen. Diese
Abhandiung ist aber nichts anderes als die Einleitung oder Orien-
tierung zu einem Prachtband des Verlages F. Boissonnas in Genf:
„Les Hodle'r de la Collection Russ-Yöung ä
Serrieres -Neuchätel“, Texte du Dr. Johannes
W i d m e r. Die Abbildungen bringen 72 Gemälde und 16 Zeicli-
nungen, alle 88 Blätter ganzseitig und in vorzüglicher Ausführung.
Sie geben einen in ihrer chronologischen Anordnung doppelt
packenden Begriff von dem unaufhaltsamen, steten, fruchtbaren
Wachsen des Künstlers. Keine Lücke klafft. Die Reihe ist so voll-
ständig wie nirgends sonst. Es ist ein großer Reiz der Sammlung
und dalier auch des Bilderwerkes, daß kleine und große, alte und
neue, intime und freskale Gemälde in einem fort miteinander ab-
wechseln, sich gegenseitig erläuternd und begründend. Es gibt
keine Publikation, die in dieser Hinsicht mit „Les Hodler de la
Cellection Russ-Young“ vergleichbar wäre.

*

Lebhaft geht e§^auf dem schweizerischen Kunstbuchmarkte
zu. Außer dem Werk iiber die Sammlung Russ-Young erschienen
fast gleichzeitig zwei andere gewichtige Bücher über Hodler: Der
erste Band des auf zwei Bände berechneten Werkes von Dr.
Ewald Bender „Die Kunst Ferdinand Hodlers“,
uitld der zweite Band des auf vier Bände angelegten Werkes von
C'. A. Loosli „ Ferdinand Hodler, Leben, Werk
u,n d N a c h 1 a S “. — Der Verleger Benders ist Rascher & Co.,
Zürich, derjenige Loosl.i’s Suter & Co., Bern.

KunftausfteUungerL

Bct?Un.

Diese jüngste Ausstellung der A ka d e m i e , die mit S c h a -
dow beginnt und bis zum jungen Menzel geht, hat ilire be-
sonderen Reize. Sie bringt in der Hauptsache Zeiclmungen und
kleine Bilder, zumeist Stücke, die den Kennern nicht neu sind,
da und dort aber auch einige unbekannte Meisterblätter von
Schadow und Schinkel, die man eingehender studieren
müßte. Am stärksten freilich fasziniert wieder M e n z e 1. Seine
Jandschaftlichen Impressionen sind d i e Perlen der Ausstellung.
Von Krüger, Steffeck und allen den anderen Führern und
Mitläufern der Berlinischen Kunst aus der ersten Hälfte des
19. Jalirhundert hat die Akademie wohl das beste herangeholt,
was zu erreichen war. Es steckt viel Mühe und Sorgfalt in dieser
kleinen, aber feinen Veranstaltung.

Auch die- Freie Sezession nahm diesmal (bei Lutz
& Co.) alle Kräfte zusammen. Die Vereinigung scheint jetzt
schärfer zu sichten, scheint das Mätzchen-Machen nicht mehr so
ernst zu nehmen, wie es sonst zu geschehen pflegte. Man scliuf
da tiberdies so etwas wie einen Ehrensaal. Mit Liebermann
an der Spitze und mit Munch, dessen „Frau im Garten“ leider
auffallend schwach wirkt, und dann mit Pechstein, dessen
„Stilleben“ . voll intensiver Koloristik ist, und mit Ulrich II ii b -

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