Donath, Adolph [Editor]
Der Kunstwanderer: Zeitschrift für alte und neue Kunst, für Kunstmarkt und Sammelwesen — 4./​5.1922/​23

Page: 208
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Bet?n.

Gutekunst und Klipstein stellen vom 15. Januar
bis 15. Februar aus: Eine reiche Auswahl prachtvoller Porträt-
stiche der französische.n Meister des XVII. Jahrhuriderts. Ferner:
Radierungen Karl Stauffers-Bern und Albcrt W e 11 i s.

Eünicb,

Die Ziircher Kunstgesellschaft sendet uns ihr
Neujahrblatt 1923. Es heißt diesmal: R i c h a r d K i s 1 i n g. Ein
Kunstfreund 1862—1917. Die mit zahlreichen Tafeln geschmückte
Schrift ist von W. Wartmann verfaßt. „Der Kunstwanderer“
wird hierüber demnächst ausfiihrlicher sprechen.

JSoue Kunffbücbeü.

Die Frankfurter Verlagsanstalt A.-G. in Frank-
furt a. M. zeigt in ihrem jüngsten Prospekt ihre wichtigsten Neu-
erscheinungen an. Neben dem zweiten Bande des von Georg
Swarzenski und Alfred W o 11 e r s herausgegebenen
Staedel-Jahrbuches (mit Beiträgen von Swarzens-
ki, Schaal, Schoenberger, S c h i 11 i n g , Baldaß,
F e u 1 n e r , K u h n und G ö t z ) ist der zweitc Band von Adolpli
I) o n a t h s „Jahrbuch f ii r K u n s t s a m m 1er“ angezeigt,
worin Friediändcr, Wölfflin, Sauerlandt,
S c h m i t z , B r a u n , H o f m a n n , B a u m , R h o d e , S c h e -
rer, Widmer und Donath mit reich illustrierten Aufsätzen
vertreten sind. Ferner sieht man unter den Neuerscheinungen des
Verlages die dritte erweiterte Aufl. von Marc Rosenbergs
„Der Goldschmiede Merkzeichen“, A. E. Brinck-
manns ,, Italienis c.,h e Barock-Bozetti“, das von
Robert Schmidt neu bearbeitete Luthmersche Werk „Em-
pire- und Biedermeiermöbel aus Schlössern
u n d Bürgerhäuern“, Hans Schaals „Griechische
Vasen a u s Frankfurter Sammlungen“ sowie andere
bedeutende Publikationen des Kunstgebietes.

*

Ein Druckerzeichen und seinen Werdegang
schildert die Weihnachtsgabe der Firma Oscar Brandstet-
t e r - Leipzig, die als Buch- und Musikaliendruckerei dem Künstler
A. Paul W e b e r - Arnstadt, die Aufgebe gestellt hatte, ein, diese
beiden Betätigungen der Firma charakterisier.endes Signet zu
schaffen. Die Skizzen und Entwürfe Webers sind in einem reizen-
den Heftchen von 16 Seiten gesammelt worden und geben einen
Einblick in die Werkstatt des Künstlers. In feiner, humorvoiler
Weise wird der Werdegang des Signets, das Tasten und Probieren
seines Schöpfers an Hand der Entwürfe aufgezeigt und schließlich
zum Endergebnis, einem signetgerechten Greifen mit Leier hinge-
führt.

Das Jiandtüßük auf dev Jvtefle.

In der Arbeitsgemeinschaft fiir deutsche Handwerks-Kultur,
die ktirzlich in Hannover tagte, wurde die Beteiligung des Hand-
werks an der Leipziger Messe bereits für das Jahr 1923 in Aus-
sicht genommen. Die Verhandlungen mit den Wirtschaftsorgani-
sationen des deutschen Handwerks sollen sobald als möglich auf-
genommen werden.

Dte Bttdbaucüct ün ft(m.

Auf verschiedenen Gebieten der Kunst hat sich der Film be-
reits dienstbar erwiesen. Vor allem scheint er berufen zu sein, die
Kunst sozusagen in das Volk zu tragen. Diesem Zwecke dient aucli
ein neuer Kulturfilm der Kulturabteilung der „Ufa“, betitelt „A u s
der Werkstatt eines Bildhauer s“. In diesem Film
wird die bekannte Filmschauspielerin Henny Porten von dem Bild-
hauer Prof. Gerhard Jannensch von der Hochschule für bil-
dende Künste zu Berlin modelliert und die Büste in Marmor ge-
hauen; das Tonmodell wird außerdem zum Guß einer Bronze-
btiste verwandt. Auf diese Weise wird das Publikum Gelegenheit
haben, im Film den Sitzungen der Kiinstlerin beizuwohnen, zu-
gleich aber auch die interessanten, technischen und künstlerischen'
Vorgänge dabei beobachten zu können. Außerdem werden Bilder
von der Heimat und der Gewinnung des Marmors in Südtirol vor-
geführt.

Bei derartigen Aufnahmen, die sicherlich von großem Inter-
esse sind, muß alierdings vor „filmkunstmäßigen Stellungen“ ge-
warnt werden, d. h. die Arbeit des Kiinstlers darf nicht schau-
spielerisch gemacht erscheinen, eine Gefahr, die ziemlich nahe
Iiegt, die aber entschieden vermieden werden muß, wenn ein
solcher Film wirklich der Kunst dienen soll. Andererseits ist es
aber sehr erwünscht, wenn derartige Films hergestellt und öffent-
lich vorgeführt werden, da sie geeignet erscheinen, das Verständ-
nis für die Kunst in breitere Volksschichten zu tragen und zu ver-
tiefen. P. S.

K(etne Kun{lcf)t?ontk*

In den Räumen des Deutschen Kunstverlages
(Buch und Bild) Berlin, Wilhelmstr. 69 veranstaltet die Staatliche
Bildstelle eine Ausstellung ihrer neuen, im letzten Sommer gefertig-
ten Aufnahmen wiirttembergisch.er Kunstdenk-
m ä 1 e r , in erster Linie aus Ulm, Eßlingen, Blaubeuren und Wein-
garten. Dauer 11. 1. bis 10. 2. wochentäglich 9—6 Uhr. Eintritt frei.

Die Kunsthandlung A. Blumenreich, Berlin, Blumes-
hof Nr. 9, warnt vor einem Schwindler, der sich Hauptmann a. D.
Ernst Goebelmann, Fürstl. Hohenlohescher Güterdirektor
nennt und in den letzten Novembertagen in Hintersee bei Berchtes-
gaden wohnhaft war. Derselbe bietet von dort aus gute Gemälde
zum Kauf an, läßt sich eine Anzahlung senden — und verduftet.
Zweckdienliche Mitteilungen werden an die genannte Kunsthand-
lung oder an die Staatsanwaltschaft in Miinchen erbeten.


Berdn W. 35

T. A. Kurfürft 9433

Bfumes Hof 9

9-4



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zur Befidjtigung aus-

moäerner Meifter, aucß

erwäßlter Arßeiten alter

großer Oßjeßte

unä moäerner Meifter

An- u. Ver&aufsvermittiung tvirädis&t et ßeßanäeit u. gern ßonoriert 11

Redaktionsschiuss für das 2. Januarheft 22. Januar. — Redaktionsschluss für das 1. Februarheft 6. Februar.
Herausgeber u. verantwortlicher Leiter: Adolph Donath, Berlin-Schöneberg. — Verlag „Der Kunstwanderer“, G. m. b H., Berlin.
Redaktion: Berlin-Schöneberg, Hauptstraße 107. — Druck: Pflaume & Roth, Berlin SW. 68.

Dr. FRITZ GOLDSCHMIDT, Dr. VICTOR WALLERSTEIN

ALTE NEUE GEMÄLDE SKULPTUREN BRONZEN

B E R L I N W 35 Schöneberger Ufer 36a (Privatstraße)

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