Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 32.1933

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Viel besprochen wird der folgende Vorfall: In dem Riesenbaukomplex der Rockefcller-
City ist ein Theater und eine Musikhalle untergebracht. Die Leitung hat der „big
showman" Rothafel, der sich selbst „Roxy" nennt. Er zeigt kitschige Filme, pomphafte
Ausstattungsstücke, akrobatische Vorführungen und weibliche Akte, die exakt, wie nach
einem Exerzierreglement, UnZweideutigkeiten vorführen. Da zur Ausschmückung der
Rockefeller-City auch Künstler herangezogen wurden, gelangten Statuen (weibliche Akte)
zweier vielbeachteter Bildhauer in die „MoviecathedraP. Rothafel ließ sie entfernen.
Er begründete es damit, „daß der künstlerische Wert der Bildwerke von ihm nicht be-
urteilt werden konnte; da nun aber die Musikhalle eine Institution sei, die dem Ge-
schmack des Publikums entgegenkommen solle, so sei es ihm nur logisch erschienen,
anzunehmen, daß sein Publikum ähnlich wie er selber auf die Statuen reagieren würde.*
Es regnete Künstlerproteste.

SPEISESCHALE VON DEN ADMIRAL1TÄTS1NSKLN

AUSSTELLUNG „XCDSEKKUNST" IM LICHTHOF DES EHEM. KUNSTGEWERBEMUSEUMS

Paul Baum-Gedächtnisausstellung

Fünfzig BüdBT, vom Jahre ,88-, bis zum Jahre ,912, dreißig Aquarelle, und daneben
noch Zeichnungen und Radierungen sind in der Gedächtnisausstellung de, im Mai vori-
gen Jahres dre.undsiebzigjährig gestorbenen Paul Baum im Sachsischen Kunstverein zu
Dresden zusammengekommen. Es bleib, zu wünschen, daß diese liebevoll gemachte Aus-
stellung auch i» Berlin geze.gt werde, al„n ,:r<:undc p^] ^ es
halt begrüßen.

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