Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 30.1914-1915

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und Rauch einst terten Kämpfen u

, leidenschaftliche
das künstlerische , Diskussionen

Gewissen Berlins IBM HRMr mer wieder mit fl-

verkörperte: Ks •iffaBB l, ->» JM. «Ruf 1er Energie eing

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ö o n . « ' «■1*1 Heute steht Ante

im „Preußentum von Werners Wer.

und im „Militaris- vor uns als eir

mus" auch für die K_ ^^^k zwar nicht ubei'

Kunst; Berlin hat m,M wältigende, aber i

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sie erfahren und ■MB^^^^M und vor allem zeich

sollte sich stets nerisch in hohen

von neuem auf sie Grade bemerkens

besinnen. M werte Leistung. Ii.

der nüchternen

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ANIVJN liebevollen Verti

VON WERNER f Wgi ■ ■ fung in den Gege

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Man ist in der Ell B guten Ueberlie -
letztenZeitge- rungen der Berli-
neigt gewesen, das ^1 ner Schule, und >ft
abfälligeUrteilüber schien er berufi
Anton von Werner Franz Krügers
einer gründlichen großzügigen Wir -
Revision zu unter- lichkeitsstil neu
ziehen. Der nun Zielen entgegen^
Verschiedene ^^BBM^B ^^HBBBB^^K führen. Dieser A
diese Ansätzezu ei- gäbe freilich war r
ner Bekehrung der gotthard kuehl, f 9-Januar insofern nicht | .
öffentlichen Kunst- Nflch einem Gemälde von Ferdinand dorsch wachsen, als es ihr
meinung noch erle- an dem feinen Em
ben und die Gewißheit einer neuen und endgültigen finden für koloristische Werte mangelte, ohne d
Anerkennung mit ins Grab nehmen dürfen. eine fruchtbare Weiterentwicklung in der gew
Anton von Werner hat es bekanntlich in seiner senen Bahn nicht mehr zu denken war. Bei sein
Jugend nicht leicht gehabt; er mußte sich als Stu- großen Begabung hätte er diesen einzig gangbar
benmaler abquälen, ehe es Weg vielleicht doch no;
ihm vergönnt war, in die ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ erkannt, wenn er nicht all
hohe Kunst zu gelangen. früh durch Amt und Würd
Dann aber ist er sehr in ein akademisch-konser-
schnell weiter gekommen; vierendes Fahrwasser g.
als Siebenundzwanzigjähri- drängt worden wäre. W:':
ger schuf er die historischen können diese Tatsache be-
Gemälde aus dem Kriege fefllil dauern, aber wir dürf'
von 1870 71, die ihm Ruhm deshalb seine positiven Ve
und Gunst in reichstem dienste nicht schmälern. K.
Maße eintrugen, und ein H K 5^

fioiaiä IL GOTTHARD KUEHL

Kunstakademie. Für seine Tn Dresden ist am 9. Janu. :

eigene Entwicklung war 1 nach kurzem schwere..,

diese Stellung zweifellos Leiden der Maler Geh. R

von ungünstiger Wirkung; Gotthard Kuehl, Vo

auf die ihm anvertraute Ju- Steher des Meisteratelie-

gend aber hat er sowohl ^t^^r .^^^^ ^ur Figurenmalerei an d^:

als gewissenhafter, nie höh- .^^^H Kunstakademie, im

ler und nie phrasenhafter Alter von 64 Jahren g

Künstler, wie auch als Star- storben. In ihm ist ein

ker, pflichttreuer Charakter Künstler dahingegange

den wohltätigsten Einfluß der in der Geschichte dt.

auszuüben vermocht. Er modernen impressionisti-

wollte bei der Erziehung sehen Bewegung sich eine

der jungen Akademiker den Platz errungen hat, für Dres-

Hauptwert auf das hand- den aber noch von besor

werkliche Können und auf derer Bedeutung geworde:

den Respekt vor den klas- ist. Wir werden demnächst

sischen Vorbildern gelegt ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ in einem besonderen Auf

wissen, und er hat sich für anton von werner satz auf den Künstler zu-

dieses einfache und ehrliche f 4. Januar rückkommen.

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