Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 30.1914-1915

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tief verborgen. Auch in JUNGNICKELS farbigen
Tierholzschnitten ist immer so eine heimliche Span-
nung, ein großes Wollen, das sich bescheiden der
Sache unterordnet. So schließt das Ganze mit
einem verheißungsvollen Blick in die Zukunft.

Rückblickend erkennen wir in dieser Ausstellung
den ganzen Stufenweg der Malerei seit ungefähr
30 Jahren: vom „Motiv" zum „Rein-Malerischen",

von da zum Ornament und weiter zum Stil — wenn
man mir diese Vergröberung gestatten will. Man
sieht jedenfalls, daß diese Zusammenstellung zum
Nachdenken reizt. Hoffentlich wird sie sich als
bleibende Einrichtung bei uns festsetzen, als ein
bleibendes Andenken an das große Jahr.

Franz Ott.mann

G. KOLBE ENTWURF FÜR EINE BRUNNEN GRUPPE

Die Kunst für Alle XXX.

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