Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 15.1917

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(auf China) 360 M; Perrault, Contes (Luxus-Ausgabe)
32J M.

Goya: die Tauromachie, 33 Originalradierungen,
1610 M; los Proverbios, 940 M; 4 Originalradierungen
in ersten Drucken, 470 M; los desastres de la guerre,
690 M.

Menzel: Künstlers Erdenwallen, 42$ M; Versuche
auf Stein mit Pinsel und Schabeisen, 1 8 >o M; Geschichte
Friedrichs des Grossen von Kugler (Exemplar der ersten
Ausgabe) 340 M; Illustrationen zu den Werken Fried-

richs des Grossen, 760 M; Radier-Versuche, 1844,
erste Ausgabe 37? M. Richter wurde gut bezahlt,
Schwind und Pocci nur massig, auch Slevogt nicht
übertrieben (Lederstrumpf, Luxusausgabe 1270 M;
Cellini, Luxusausgabe 900 M; schwarze Szenen 355- M);
dagegen stieg Slevogts Lithographie zur Zauberflöte
auf 325 M.

Hans Meid: Don Juan, 470 M; Toulouse-Lautrec,
Wette Guilbert, 9 Lithographien, 110M,

Emil Waldmann

CHRONIK

DAS RODIN-MUSEUM Aus diesen se!en genannt: 562 ägyptische Altertümer,

D398 griechische und römische Skulpturen, 100 gotische
er französische Staat ist jetzt gezwungen worden, und Renaissanceskulpturen, drei Bilder von Renoir, zwei
die Rodin-Stiftung, die der Künstler seinem Vater- Monets, ein van Gogh, ein Gauguin, sieben Carrieres.
lande zugedacht hatte, anzunehmen. Rodin-Verehrer Unter den eigenen Arbeiten befinden sich jöMarmor-
und Rodin-Gegner haben tüchtig unter einander ge- werke (wohl viele vom Höllenthor), 50 Bronzearbeiten,
kämpft, und die Gegner, besonders Jules
Louis Breton und Jules Delahaye, haben
nicht geruht bis sie in einer Kammersitzung
vor einigen Monaten ihre ganzliche Urteils-
losigkeit in Kunstdingen und ihren thörich-
ten Hass gegen das überragende Talent vor
aller Öffentlichkeit bewiesen hatten. Sie
verlangten die Ablehnung des angebotenen
Geschenks und beschimpften Rodin, der
nichts weiter sei als ein geriebener Re-
klame-Geschäftsmann, ein Charlatan und
ein weit überschätzter Künstler. Trotz-
dem hat der Staat das im Jahre 1911 an-
gebotene Geschenk angenommen, das, viel-
leicht etwas zu hoch, auf rund zwei
Millionen Francs geschätzt wird. Rodin
hat die Bedingung daran geknüpft, dass
die Stiftung im Hotel Biron, in dem er
während des letzten Jahres als Mieter des
Staates wohnte, aufgestellt und dass dieses
nun staatliche Rodin-Museum einmal in
der Woche dem Publikum unentgeltlich
geöffnet sein solle. Der Streit über die
Verwendung des schönen, aus der ersten
Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts stam-
menden Gebäudes, das ursprünglich Kir-
chengut war, nach der Trennung von
Kirche und Staat aber diesem zufiel, ist
damit auch endlich zur Ruhe gekommen;
Hotel und Garten in der rue Varenne
bleiben im jetzigen Zustande erhalten.

Die Stiftung enthält eigene Werke des
Meisters, sowie seine Kunstsammlungen.

HONORE DAUMIER, DER GALLIGE
AUS DER SAMMLUNG RÜMANN, AUKTION BEI EMIL HIRSCH, MÜNCHEN

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