Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 15.1917

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NTCOLAUS POUSSIN, INSPIRATION DES DICHTERS

AUS GRAUTOFFS „POUSSIN", VERLAG GEORG MÜLLER, MÜNCHEN

POUSSIN UND WIR

VON

EMIL WALD MANN

Es ist jetzt viel von einer Entdeckung Poussins die
Rede, und so gut es ist, wenn ein grosser Künstler
des Auslandes für uns entdeckt wird, so scheint es sich
hier doch einmal wieder um ein Programm zu handeln.
Es sieht so aus, als sei wieder einmal eine Kunstmode
im Entstehen, veranlasst durch einen Kreis von wohl-
meinenden und begeisterten Enthusiasten. Die Sache,
wie Poussin bekannt gemacht wird, hat etwas Priester-
liches. Was eigentlich, angesichts des Standes des deut-
schen Kunsturteils, zu beweisen wäre, wird als bewiesen
vorausgesetzt, und es kann wieder einmal dahin kommen,
dass man, wenn man Poussin nun nicht unbedingt gött-
lich findet, zu den Barbaren geworfen wird. Hiervor sei

jetzt schon gewarnt. Gewiss ist Poussin eine geniale
Persönlichkeit, durchaus nicht der Klassizist oder gar
Akademiker als der er in Handbüchern geführt wird.
Und seine Bilder sind oft herrlich — die Landschaft in
Berlin, das Bild in Kassel, das Bild in Hannover, (das
wirklich jeder kennen müsste) und vieles, vieles im
Louvre und in Chantilly und anderswo. Aber wir wollen
uns das Recht nicht nehmen lassen, trotz aller Liebe,
die wir für ihn haben, zu sagen, das auch vieles von ihm
recht mittelmässig ist, und zwar nicht nur zufällig, so
wie es gute Tizians und weniger gute Tizians giebt,
sondern notgedrungen schlecht werden musste, aus
seiner Naturanlage heraus. Denn dieser Mann, der

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