Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 3.1928

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DAS DEUKONHAUS•UMBAU

Das Haus steht im Berliner
Geschäftsviertel, im nörd-
lichen Teil der Markgrafen-
straße am Rande des Kon-
fektions-Viertels. Die Fassa-
denbreite ist nicht sehr groß,
es steht mehr in Reih und
Glied, hat mit sehr häßlichen
Häusern Tuchfühlung und
fällt auf, aber nicht heraus.
Es entspricht somit ganz
dem Charakter dieses Vier-
tels, in dem weniger äußere
Repräsentation und Reklame
als arbeitsamer Bürobetrieb
herrscht. Weniger das kau-
fende Publikum als der Ge-
schäftsverkehr zwischen den
Kaufleuten gibt dieser Ge-
gend ihren Ausdruck. Das
Deukonhaus ist das Haus
eines Zeitschriftenverlags für
Textilwirtschaft und enthält
Ausstellungsräume. So hat es
keine repräsentative Fassade
mit starkem Eigenleben in
der Art wie das Herpichhaus,
sondern ist in viel stärkerem
Sinn Teil der Straße. Schon
die ganze Farbgebung ist
bescheiden, dunkelgoldfarbe-
ner Travertin mit oxydierten
Bronzebändern und Bronze-
platten durchsetzt. Das große
Transparentband, das die
Fenster des Treppenhauses
von den durchlaufenden Ge-
schoßfenstern der Ausstel-
lungs- und Verlagsräume
trennt, ordnet sich streng
der Fassadenteilung unter.

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