Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 20.1922

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HENRI MATISSE, DIE SPINNERIN

AUS DER WERKSTATT HENRI M ATI SS ES

VON

HANS PURRMANN

Eine Manetausstellung im Herbstsalon 1905 lockte
mich nach Paris. Auch ging der Ruf von Levy,
Bondy, Weißgerber und ein paar anderen Maler-
freunden aus, die bereits fest in Paris saßen. Die

Anmerkung der Redaktion: Wir veröffentlichen
diese Betrachtungen und Erinnerungen des Berliner Künst-
lers, der Matisse einst nahe stand, gelegentlich der guten,
mühevoll zusammengebrachten Ausstellung, die im November
und Dezember in der Galerie A. Flechtheim stattfand.

französische Sprache klang meinem Ohr nur wie
ein Geräusch; es war mir lange Zeit unmöglich
ein Wort herauszuhören. Weißgerber und Levy
zeigten mir, außer ihrer Gründung des Cafe du
Dome, auch das übrige Paris, führten mich in
dem „Herbstsalon" vor Simon, Blanche, den uns von
Deutschland her bekannten Malern, aber auch vor
ein Urwaldbild von Henri Rousseau, vor eine
Wand mit Renoirs, deren Rosafarbe sogleich scharfe

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