Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 20.1885

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No. w-

stchronik

20. Iahrgang.

tO- Fcbruar

85. ^ *

wo-li-nschrift für Annst nnd Aunstgewerb-.

hcrausgebcr: „

Lar, v. Lützo»' -----

Wie» Biilowstraße N-

Cberesianunigaffe 25.

Lxpcdtt.on.n ,^ ^ ^ Zägcrstr. 7Z. _

L>-i„ir: L. A. -ccm°nn.

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bie A..n»n.enerpebi.ionr« «»« U aa. r» »e.» - .^..«me,. -

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-'Olge der Bilderinappen zu ^cl'orers Fainilienblatl , !.>ereiiisgabe für rveihnachten bes rvürttenlbergischcn Kunstgewerbevereins.
^ " .„ann f Ldm. du Soiiimerard — Larnutttuni. — L- yaminer.- Schwechten: p. wallot; L. ycrter.- F. Rraus
rionfurrenz um cin ^abelsberaer venkmal: prcisverteilnng aus Anlaß einer Konkurrenz uin pianinogehäuse. — Grimm
varers ^emäldc Die'Bai des Todes"; Ncue Lrwerbungen des touvrc. — Die Cappella paz.zi:

."«nie übcr die Ma ' ' ' ^^nners Büste Richa-^ ni^nners: Gedenktafel

imer; Schweästen; P. wallot; cL. L/tr..., __

erteilnng aus Anlaß einer Ronkurrenz nm pianinogehänse. — Grimm
>..u- ..... -s Todes"; Beue Lrwerbungen des Louvre. — Die Tappella pazzi,

für^^'^,""b orr ^-k-r>e..^.»-,kirche in Nürnberg; Gine Monogra^^^ übcr die Marienbnrg; Schapers Büste Richard U)agners; Gedenktäsel
^n,elm Feucrbach. — Auktionskataloge von Amsler Buthardt. — Neuigkeiten des Buch- und Runsthandels. — ^nserate.

Hcfl d.-r -r.ilfchlift fiir liittiriivc üiiufl rrfchriilt inichstc Wochc._

AlissteUung in Aaffcl, gulius l'0» Gemölde „Die Bal des Todes-

testaurirung der ^ebalduskirche in Bürnberg; Gine Monographie " """ ''l'
^^„prbacli. — Auktionskataloge von Zlmsler >5.' Butha

Lin Gcdenkbuch von v. G. Aininger und
Lhristian Alayer.
von Th. Frimmel.

Ais ich mir sür cine Zusammcnstellung .co
kunstwerkcs von Christian Mayer einigc Auölunstc
dem Sohne des Genanntcn, Herrn Maler Anton Mavcr,
erbat, brackte mir dicser ein llcincs Tagebuck, "-'oi"''"
ich. wie er sagte. vielerlei Ausschlüsie über d,e -!Lcne
seines Vaters erhalten würde. So war es au. n
deni Bnchlein, den „Memorabilicn -er Ä-ik
Georg Geßner' (Wien, Baden. Triest bei Gcifttnger,
1804. kl. 8°) standcn zahlrcichc Bcnierkungcn u'e>
Beginn und Vollendung grvßercr geschabter Blattc^
"'il kleiner, sast kindischer Schrist von der Ham.
Christian Maycrs gcwisienhast eingetragen. Eine nu^
gcringe Anzahl von Notizcn aber crschicn nnl etwas
sesterer Schrist hingescht. Diese sind von Chr. Btaycrs
b'ehrer und vätcrlichcm Frcunde Vineenz Gcorg.yiniuaer
gcschrieben, der das Buch urspriingtich bcsesien hat n»d
bon dein cs aus Chr. Maycr übergegangen ist. Amm-
ger diirste die „Mcmorabilien" vom Verlegcr zuge'
schickt bekoinmcn haben, da er sür das klcine Buch das
Titelblatt gezeichnet hatle. Es stellt Chronos vor, dcr
"eben einem blumenstrcnendcn Jüngling hoch übcr.cr
Erde schwebt. (Kupscrstich in gepunztcr Manicr anch
mit gepunzter Einsasiungslinic 12^°. Bezeichnet
links unten: „Kininger äsk:" , rechts unten: T .

Weiß so—)

Die Memorabilien dcr Zeit sind ein Tagebuck
">it gedrucktem Datum zu oberst aus jedcr Seite und

einer darunter gesetzten Sentcnz; der grvßte Teil dcr
Seite ist für schriftliche Eintragungen freigelassen. Da
die Seiten nach der Reihenfolge der Tage des Jahres
datirt sind und die Jahreszahl erst von denisenigen
eingetragcn ivird, der das Buch benutzt, kvnneii dic
Augabcn in ihrer vrtlichen Reihenfolge nichl chrono-
logisch gcordnet erscheincn. Deshalb habe ich zum
Zmeck besierer Übersicht eine Ilnistellung der Nvtizen
vorgciiommcii. ohne iin iibrigen dasMindcste zu a'ndcrn.
Sogar die bisweilen nachläsiigc Ncchlschrcil'nng nnd
dcr ebenso bcschaffene Satzban des Originals sind
beibehalten. Dagegen erscheint nicht allcs aufgenom-
mcn. was das Buch cnthält, da nianche Noliz nnbe-
deutcnd ist oder nicht direkt mit der Knnstgeschichte zn-
saiiinienhängt. Eine vollständige Wiedergabe wärc daher
kaum zu rechlfertigen. Äch beginnc mit Kiniiigers
Nvtizen, laffe tie von Maycr fvlgen nnd ordne beidc

nach der Zeitfvlge dcr nvtirlcn Ereignisie.

Zn bcinerkcn ist, daß dic Eintragiingen der beidcn

Künstler zum Teil gewiß nicht unmittelbar nach dem
Ereignis geschehen sind, aus welchcs sie sich bezichcn, wic
das in der Folge jedem Leser klar werdcn muß, daß
aber die ivichtigstcn Eintragungen, nämlich die, dic
stch auf die Schabkunstblälter der beiden beziehcn, als
unniittelbare Aufschreibungen gelten kvniien. Einige
dcr crwähntcn Blättcr stnd bei Nagler im Künstler-
lcxikon (Artikel Kininger) imd bci Andrcsen im „Hand-
bnch siir Kupfcrstichsammler" vcrzcichnet. Jch verweise
auf diese Verzeichniffe mit den Buchstaben N und
Zur allgeineincn Orientirung sei vorausgeschickt, daß
Kiningcr 1767 zu Negensbnrg gcbvren nnd 1851 zn
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