Kraus, Franz Xaver [Editor]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 5): Die Kunstdenkmäler des Kreises Lörrach — Tübingen u.a., 1901

Page: 138
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Graf Rudolf III 1387 seiner Gemahlin Anna von Freiburg hinterliess. Ortsherren waren
indessen die Herren von Kaltenbach, welche ihre Besitzungen und Rechte theilweise an
Biirgeln abtraten. Im Jahre 1796, Oct. 24, fand hier ein Treffen zwischen Franzosen
und O esterreichern statt,

Zehnthaus von S. Blasien.
Rund bogige s Portal mit 1582. Darüber Wappen-
tafel aus rothem Sandstein mit der Inschrift:
Casparvs • d ■ G ■ ABBAS

Anno dni 1582-
(D.) Darüber ein Wappen mit Helm, Abtsmütze
und Abtsstab, und in dessen Feldern der springende
Hirsch S. Blasiens und eine Hand mit einem Schlüssel.
Am Schlussstein der Kellerthüre findet sich ein Band
mit der Jahreszahl 1582; zwischen den Zahlen das

=- Steinmetzzeichen C-T und unter der Zahl eine vier-

e Rosette. (D.)

;r ander» Stelle des Hauses ein VVappen-
" schild des 16. Jhs. An der Rückseite in den Mörtel
eingeschrieben \666-
In dem Orte Haus Nr. 36: rundbogige Thüre mit bürgerlichem Wappen (Rad)
und der Jahreszahl 1586.

!'.vv„'ft.,

OBERWEILER

Schreibweisen: Wilere marca ad a. 781 Cod. Lauresh.; in pago Brisgowe villa
Willere ad a. 789 eb.; Wilare ad a. 800 eb.; Obemwiler 1335 f

Der Ort gehörte bis 1815 zur Herrschaft Bademveiler.

Fraglich erscheint, ob die Cod. Lauresh. 3. Jg. 775 genannte Villaner Marca
mit ihrer Basilica mit Ober- oder mit Badenweiler zu identificiren ist.

Romische Reste. Im Haus des Karl Reinau in Oberweiler wurden 1896 römische
Glasscherben und ein Leistenziegel gefunden. (W.)

Forstkaus. (D.)

In Oberweiler ist nur das stattliche Fbrsthaus bemerkenswerth, das nach den
Bauakten i. J. 1767 von Hauptmann Gmelin aus Frankfurt mit Garten um 1880 Gulden
als Wohnung dir Fnrstbcamte ersteigert wurde.

Hervorzuheben ist hier das flach reliefirte Wappen neben der Eingangsthüre mit
zwei aufsteigenden Greifen, im Stile der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Das
schmiedeiserne Treppengeländer zeigt, wie man in denkbar einfachster Weise ein badisches
Wappen mit Krone aus Flacheisenstäben machen kann. (D.)
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