Kraus, Franz Xaver [Hrsg.]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 5): Die Kunstdenkmäler des Kreises Lörrach — Tübingen u.a., 1901

Seite: 198
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architektonischen Kunstformen ist nichts mehr vorhanden und die Burg dürfte bei ihrer
schon grösser zu nennenden Atisdehnung doch einst welche gehabt haben.

Von Interesse ist eine Anzahl kreisrunder, etwa io bis 15 cm durchmessender, mit
Mortel sorgfältig ausgeriebener, röhrenähnlicher I.ücher, die durch die ganze Mauer
geführt sind, an der östlichen langseite der Burgmauer.

Die Mauerstärken gehen bis zu 2,50 m.

Eine zweite Ruine Steinegg lag auf einem der Vorberge der Schweigmatt
(Amtsbezirk Schopfheim). Die letzten Mauerreste dieser Burg wurden in jüngster Zeit
von den Bewohnern des nahen Steinegghofes zum Ausbau ihrer Häuser verwendet.
Die noch zu erkennenden Umrisse im Grundplan lassen einen quadratischen Bau von
blf 15,00 m Seitenlange nebst anschliessendem Thurm und Graben erkennen. (D.j

WEITENAU

:i73

Schreibwelsen: Witnowa "38; Wintenowa 1140; Witinhowa 1157; Witinowa
; Wittenunowe 1257; Wittenowe 1275; Wittnow 1350; Witenöwc 1382; Wyt-
= 553-

£W^

Litteratur: Zinsrodel ii
-JE-»«

1 GLA. -

Fecht Sdw.

BfU^.

a Freib. Stadtarchiv. — Güterbuch

HNS. I 408 u. ö. — M
Land XV 23 (mit Ans.).
Schwarzw. II 532. — Krieger S. 880 f.

Ehemaliges Kloster (Cella ecclesia s. Blasli
Witenowa i r 26: cell.". Witnowa 1138; ecci.
s. cella in W. quae abbati et conventui mon.
s. Blasii in Nigra Silva subest 1322 ; ecci. W.
cumnliabusvid.Tiiibcr^ et Wislath in decanato
Warembach zw. 1360 bis 1370 Lib. marc.).
Im Jahre 1100 schenkten drei Herren von
Warth, Arnold, Heinrich und Erkinbold, ihre
Besitzung in ecclesia apud Witnow constituta
der Abtei S. Blasien (Gerbert HI n° 26,
Mone Qs. IV T26). Diese■ Stiftung wurde
bereits 1137 durch Iimocenz II (Jaffé n°
7859), dann durch Hadrian IV, 1157 (eb
n° 10291) in Schutz genommen, ebenso n;8
durch Alexander m (Gerbert III n° 66).
Erkinbolt von Warth war der erste Prior der
Cella, Jak. Christ. Antrecht 1551 wahrscheinlich
- der letzte; nach der 1556 durch Karl II ein-
geführten Reformation des .Markgräflerlandes
wurde das Kloster Sitz einer evangel. Pfarrei
armari» <br Kircht. des Dorfes Weite„aUi y,. dieses eine neue

Kirche erhielt und (iSgi) die Klostergebäulichkeiten unter Vorbehalt der Erhaltung der
Kirche an den Basler Kaufmann Kiebiger verkauft wurden.
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