Kraus, Franz Xaver [Hrsg.]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 5): Die Kunstdenkmäler des Kreises Lörrach — Tübingen u.a., 1901

Seite: 181
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AMT SCHOPFHEIM. — FAHRNAU. HASEL.

FAHRNAU

Schreibweisen: Varnow 1113; in publico placito Varnowa 1166; Warnow zw.
1360 bis 1370; Faroow 1496; Farna.w 1514; der din kof ze Varnow 1406.

Litteratur: Fe cht Sdw. Schwarzw. II 4,77.

Alamanniscke Gräber erw. Krieger S. 162.

Fahrnauer Hof, Besitzthum des Freih. Franz von Roggenbach. Herrschaftssitz
mit spätgothischem Wendeltreppenhaus. In demselben wird ein auf einen
altern Bau bezüglic^T Inschri/isfciit .■îufbew/ihrt, dur etwa 40 cm breit und 30 cm hoch ist:

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Zeile 5 ist rife nicht ganz sicher, man könnte auch riee lesen.

Im dritten Stockwerke des Hauses befindet sich eine Anzahl guter Familien-8"
und anderer Porträts (18 Nummern) und weitere Bilder. Darunter eine aus später
Zeit stammende Abbildung der Abtei Tennenbach; einige kleinere Bilder und
diverse Kunstgegenstände; Stammtafel der Freih. von Roggenbach (1815);
Gedenktafel in Holz des 1794 in Konstanz verstorbenen letzten Fürstbischofs von Basel,
Joseph von Roggenbueh; Wuppemufe! in [loi/ des Franz von 'Roggenbach und seiner
Gemahlin Muria Jacobe von Roggen Ixidi, geb. Müncliin von Rosenburg (c. 1400); eine
hübsche, kleine Bleistiftzeichnung; zwei kleine, vorzüglich gemalte Glasscheiben,
darstellend eine Dame (h. Magdalena mit dem Salbgefässr) 1592 und einen Ritter, der
das Schwert zieht; ausgezeichnete Renaissamvarbeit. ■—■

Oelporträt des Grafen Johann Philipp von Walterdorf, Kurfürsten von Trier
(1756— I7Û8, Jan. 5.).-

Grosses Holzgemälde der Ulmer Schule: Anbetimg der h. Dreikönige mit
einem kleinen, knieenden Donator; der eine der Könige ist schwarz geschildert. Vor-
zügliches Werk des 16. Jhs. — Zwei Bildnisse der Eltern des Besitzers. — Einige
schöne geschliffene Gläser mit fünf Aposteln.

Eine Kirche erw. 1173 f-i plebanus in Varnowe in decauatu Wisental 1275; sant
Agsen gotzhus zu Farnow 1501 (jetzt verschwunden). — Ein Conradus de Vamowe
erw. 1258.

HASEL

Schreibweisen : in Hasalaho 830 S. Gali. UH. I 245 ; villa Hasela in pago Brysich-
gowe et in comitati! Adelberonis 1005; Hasilien 1152; Obernhaseln 1268; Hasell 1529c
Litteratur: Fecht Sdw. Schwarzw. II 482 f. (Grossh. Baden S. 31).
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