Kraus, Franz Xaver [Hrsg.]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 5): Die Kunstdenkmäler des Kreises Lörrach — Tübingen u.a., 1901

Seite: 197
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Wehr (Burgniine).

(D.) Die Burgruine Wehr bei Wehr ist noch in umfangreichen und empor-
ragenden Resten erhalten geblieben. Wir können noch die Umfassungsmauern, Reste
einer Schildmauer, zwei grosse und drei kleinere Gelasse und einen Kckthurm erkennen
(vergi. Gnmdriss, Neuaufnahme des Geometers Kuhn, Fig. 113).

Ein steiler Weg, mit Resten von Dachziegeln (Biberschwänzen) und Thonscherben
reich besät, fuhrt zu dem 54,00 X 25,00 m messenden ütt-gplateait hinan, das ringsum
steil abfallt. Die bis zu zwei Meter dicken Mauern sind aus Gneis und verwandtem
Gesteine mit gutem Morte! geschichtet, bei Steingrössen bis zu o'oo X o'3o X o'5S.
Die Aussenseiten sind mit Feldsteinen verblendet, tier Kern ist aus Kalksteinbrocken
hergestellt, so gut und so schlecht und in gleicher Weise wie bei den anderen Burgen des
]ieïirkes.

Stellenweise stehen mtiditi^e liindersteine ans der Maue>ll;iche der Westseite nach
dem Hofe gekehrt, vor. In einem der kleinen Gelasse ist noch ein regelrecht vom
Steinhauer gearbeiteter Anfänger für ein Kreuzgewölbe am Platze geblieben. Von
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