Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 16.1900-1901

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-s-Sg> PERSONAL-NACHRICHTEN — VON AUSSTELLUNGEN

tz. DÜSSELDORF. Am 1. September wurde in 1000—1500 M. zur Verfügung. Drei Preise: 100,
Rottenhaus bei Dahlbusch, mitten im Kohlenrevier, 75 , 50 M. Einsendung von Entwürfen bis zum
das Denkmal weiland Kaiser Wilhelm I. enthüllt, l. November d. J. an die oben bezeichnete Redak-
welches der begabte junge Düsseldorfer Bildhauer tion, München XX, Brieffach, von wo auch die sonsti-
Heinrich Baucke, ein Schüler des Professors gen näheren Bestimmungen für den Wettbewerb zu
Carl Janssen und noch der Kunstakademie ange- erfahren sind. [645]
hörig, geschaffen hat. Er gewann in dem Wett- = STRASSBURG. In der Konkurrenz um das

bewerb um die Herstellung des Denkmals den hier zu errichtende Goethe-Denkmal erhielt den
ersten Preis, womit die Ausführung verbunden war. ersten Preis (7000 M.) Bildhauer E. Wägener
Das Denkmal ist eine Kolossalbüste des verewigten (Berlin!, den zweiten (2000 M.) Ed. Beyrer (Mün-
Heldenkaisers, der mit Helm und Pelzmantel sehr chen), der dritte (1000 M.) fiel auf den Entwurf von
lebensvoll dargestellt ist. Den Aufbau bilden drei Ign. Taschner (München). Im ganzen waren ein-
mächtige Granitstufen. Das Denkmal hat eine Höhe undsiebenzig Entwürfe eingelaufen. [6*7j
von über 6 m. Heinrich Baucke ist einer der talent-
vollsten unter dem Nachwuchs der jüngeren Bild- ,,01m a,icctct l iimpcm
hauer-Schule. Seine prächtige lebensgrosse Figur VU1N AUSS 1 tLLUINIjfclN
»Der Sieger« erwarb in diesem Jahre der Kunst- rtik.Tr» o * —

verein für das Rheinland und Westfalen. [642] UND SAMMLUNGEN

== MÜNCHEN. Die Redaktion der >Dekorativen
Kunst« veranstaltet einen Wettbewerb zur Erlangung tz DÜSSELDORF. Eine wichtige Verbesserung

von Entwürfen für eine >monumentale Bank«, die des Planes zur Erbauung des Ausstellungs-Palastes,
zur Erinnerung an einen vor kurzem verstorbenen, der mit der grossen Industrie-Gewerbe- und Kunst-
hervorragenden Bürger einer grossen Stadt an einem ausstellung 1902 eröffnet werden soll, ist von der
Waldwege auf dem Abhänge eines Berges mit dem Vertretung der Stadt Düsseldorf beschlossen worden.
Blicke auf die Stadt und benachbarten Höhen, frei- Die langgestreckte Facade des Ausstellungsgebäudes
stehend oder in einer noch anzulegenden Felsnische — die Länge desselben ist 132 m — erforderte
errichtet werden soll. Für die Ausführung stehen dringend die Unterbrechung durch eine vertikale

Masse, eine entsprechend hohe
Kuppel in der Mitte. Nach dem
ursprünglichen Plane sollte
dieser Gipfel nur eine Höhe
von 36 m haben, jetzt ist be-
schlossen worden, dieselbe auf
46 m zu erhöhen. Diese vom
Standpunkt der Aesthetik un-
abweisbare Verbesserung des
Planes, welche von der Künst-
lerschaft dringend gewünscht
wurde, fand volles Verständ-
nis bei der Vertretung der
Bürgerschaft resp. der Stadt
und die Mehrforderung von
ca. M. 75000 wurde einstimmig
bewilligt. Der Ausstellungs-
palast, der später zu Veranstal-
tungen aller Art dienen soll,
erhält nunmehr eine vornehme
und in jeder Hinsicht schöne
Facade. — Mit der deutsch-
nationalen Kunstausstellung,
welche in Verbindung mit der
obigen Ausstellung veranstaltet
wird, soll auch eine kunsthisto-
rische Ausstellung verbunden
werden. Einer Veröffentlichung
im amtlichen Organ zufolge
soll diese Abteilung einen
Ueberblick über die geschicht-
liche Entwickelung der ganzen
westlichen Kunst in ihren wich-
tigsten Zeitabschnitten geben.
In erster Linie wird dieselbe
natürlich die künstlerische Ent-
wickelung der Schwesterpro-
vinzen Rheinland und West-
falen zeigen. Diese Ausstel-
lung wird aus zwei Hauptab-
teilungen bestehen: aus Origi-
nalen und aus Nachbildungen.
Zunächst wird diese Zusammen-
stellung die römische Kunst als

b. cl. eugene gu1llaume .mariage romain* die Grundlage der rheinischen

(geb. 1822» (entstanden 1877) Kultur nur in geringem Masse

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