Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 16.1900-1901

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5a3^- VERMISCHTE NACHRICHTEN <Öä=*~

1AÜSSELD0RF. Der Verein Düsseldorfer Künstler Gemäldegalerie benutzt, wozu die Hälfte des Ge-
"-' zu gegenseitiger Unterstützung und Hilfe um- bäudes in Anspruch genommen war. Durch das
fasst nach dem jetzt erschienenen Jahresbericht über stete Anwachsen der Galerie, durch neue Erwer-
dessen Lage und Wirksamkeit hunderteinundsechzig bungen, Schenkungen und letztwillige Stiftungen, die
einheimische und vierundzwanzig auswärtige Mit- der Sammlung im Laufe der Jahre zugewendet
glieder. Ausserdem sind wurden, erwiesen sich die
vierundzwanzig einhei- w- - ._ j. zu Galeriezwecken be-
mische und auswärtige f.-.-.- 7'" " • ■' . nutzten Räumen schon
Künstlerinnen zu der Be- y' "«L---- --ar-y"' - ■ . i längst nicht mehr als Be-
schickung von Ausstel- " •• nügend. Es schwebten
lungen durch die Kommis- jj.'j-? ~f" .• schon seit Jahren Verhand-
sion des Vereins Düssel- : : . : lungen zwischen der Stadt
dorfer Künstler berech- fe- jn§MBflS^ 9 jf* <Ni IV^^Ü^ und dem Verein Düssel-
tigt. Nach der Vermögens- fi 1 I j ' dorfer Künstler darüber,
aufstellung war der Be- w t- p' • ,^>t4y^1S. / jg/r- . j^lü w'e e'ne Trennung der
stand desselben Ende 1900 I-L j N^/Bfe ^LJfcj^;11 - gemeinschaftlichen Be-
440850M. gegen 429186 M. £| • r"~ nutzung der Kunsthalle
im\'orjahre. DasVermögen '."! HF- n£%39 ffl y zu ermöglichen sei. Nach
der Künstler-Witwenkasse i: . " /_ ■ y4*&A langen Verhandlungen ist
betrug Ende 1900129787 M. $1 jf§?8v ^^frr\J'—/fc. J jetzt ein Ausweg gefunden,
gegen 113 129 M. im Vor- . t , r, 'IKSMffv^ /j£t3IPZ\ % Die Stadt Düsseldorf wird
jähre. Dieser Kasse, die IM .y^y ■•',/ / ; / ' . auf einem an die Kunst-
separat verwaltet wird, sind H Wgfc& -:— - 7)^H^H8fy^ j halle anstossenden Gar-
im Jahre 1900 17182 M. an 1 ;'HSflp . .. ~." ■ 3p ten, welcher bisher fiskali-
Geschenken überwiesen 1: S§|«P ' ~^sytär' *">v sches Eigentum war, einen
worden. Das segensreiche V k Anbau an das Gebäude
Wirken des Vereins ist für \5 > , /'^Jvfl E errichten und diesen
die Düsseldorfer Künstler- Ei jS j -~ / I dem Vcrein Düsseldorfer
schaft von grosser Bedeu- «j 4«£/'/>/ I P&f&h**..-4 Künstler überweisen. In
tung. — Die Städtische ZäK-^t'■ ' AT' .'^r •' I B diesem Anbau wird die
Kunsthalle ist als Ent- |_JV . ' Z ' Künstlerschaft alsdann
Schädigung für die in den A^^g^j^^^ffK^n^^yor^S^x^S^^u-zf ■J f; 'hre Ausstellungen ver-
Kriegen gegen Napoleon I. yi*ftEnfevW\S -iJSvKf_•^J' |B anstalten, insbesondere

für Düsseldorf verlorene y^tilX.m \ "'^i g^m ''^«tr,« "iiii 1 '"jmj! ihre permanente Ausstel-
ehemalige Gemäldegale- lung neu einrichten. Die

rie, welche einen hervorragenden Teil der Alten Kunsthalle" ist dann alleiniges Eigentum der Stadt
Pinakothek in München bildet, aus staatlichen und bietet für absehbare Zeit für die Unter-
Mitteln vor ca. fünfundzwanzig Jahren erbaut und bringung der Städtischen Gemäldegalerie genügen-
der Stadt Düsseldorf überwiesen worden, mit der den Raum. tz.
Massgabe, dass dem Verein Düsseldorfer Künstler

das Mitbenutzungsrecht zu Ausstellungszwecken T>OM. Auf besonderen Befehl Leos XIII. ist das
zustehe. Die Innenräume der Kunsthalle wurden **■ bekannte Papstreliei Josefs v. Kopf in den
städtischerseits zur Unterbringung der Städtischen Borgia-Sälen des Vatikans aufgehängt worden.

H. GRANVILLE FELL. DREI ZEICHNUNGEN ZUM HOHENLIED SALOMONIS

Rodaktionsschluss: 18. Mai 1901. Ausgabe: 30. Mai lflOI.

Herausgeher: Friedrich Pecht. — Veraniu-ortlicher Redakteur: Fritz Schwartz.
Verlagsansi.nl: F. Rruckmann a.-o. in München, Nymphcnburgcrstr. S(i. — Druck von A. Bhuckmann, München.
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