Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 16.1900-1901

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FRITZ ROEBER

FRITZ ROEBER

Von Friedrich Schaarsch.midt

(Nachdruck verboten)

T~\ie Monumen- heute ein unerforschtes Gebiet. Auch die
' talmalerei hat seit Cornelius durch die verdienstvolle Thätig-
in der neueren keit des Kunstvereins für die Rheinlande und
Kunstgeschichte Westfalen nicht zum geringsten Teil gepflegte
seit länger als Düsseldorfer Monumentalmalerei erfreut sich
einem Menschen- einer Unbekanntheit, wie kaum eine noch so
alter eine eigen- entlegene Schule der italienischen Früh-
tümliche Aschen- renaissance oder der deutschen Gotik, deren
brödelrolle ge- Reste mit ebensoviel Pietät wie Verständnis
spielt, die einen photographiert, kalkographiert, restauriert und
schroffen Gegen- aufs sorgfältigste beschrieben und wissen-
satz bildet zu der schaftlich nach allen Seiten beleuchtet werden,
Bedeutung, wel- während es von den Düsseldorfer Wand-
elte dieser Kunst- maiereien dieses Jahrhunderts bis in die
zweig für die Ent- neueste Zeit hinein vielfach nicht einmal
wicklung der Ma- Nachbildungen giebt.

lerei überhaupt So kann es kommen, dass auch eine Reihe

gehabt hat und noch hat. In der
Zeit der italienischen Renaissance
die eigentliche Volkskunst, hat sie
sich immer mehr in die Paläste
der Fürsten und auf die Wände
sogenannter öffentlicher Gebäude
beschränken müssen, deren
Oeffentlichkeit darin besteht, dass
niemand hinein geht, der nicht
unbedingt muss. Man denke nur
an Rathäuser, Schwurgerichtssäle
und dergleichen. Die Aufdring-
lichkeit der Ausstellungen, die
sich durch die Schaufenster bis
auf die Strasse erstrecken, ver-
sieht das Volk mit mehr kleiner
Kunst, als es verdauen kann, und
den meisten Leuten sind gewisse
Epochen der neueren deutschen,
übrigens auch derniederländischen Nach dur AifiuUwu, der Künstler in

und französischen Wandmalerei ,,„„ c. Lack in Düsseldorf seinem atelier «

Die Kunst für Alle XVI. 9. 1. l'cbniar igui.

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