Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 10.1912

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IÜKTIONSNACHRICHTEN



BERLIN
Am 20, ai. und 2a. Februar
wird in Rudolf Lepkes Kunst-
auktionshaus (im neuen Gebäude,
Potsdamerstr.) die bekannteHam-
burger Galerie Weber versteigert. In dem Vorwort
des gründlichen und reichen Katalogs schreibt Max
J. Friedländer unter anderem: ,,Der Hamburger
Grosskaufmann und Patrizier Eduard F. Weber
war wirklich ein Sammler, wie eng man den Begriff
auch begrenzen, wie tief man nach den Motiven
graben mag. Er sammelte Gemälde und antike Münzen.
Als eine durchaus aktive Natur wählte er zur Erholung,
als Gegengewicht gegen die Berufsarbeit wieder eine
aufbauende, schöpferische Tätigkeit mit sichtbaren Er-
gebnissen. ... 1864 begann er .... Erst der Tod —
1907 — setzte seiner Thätigkeit ein Ende. Die Bilder-

sammlung .... gewann in Hamburg fast die Be-
deutung einer staatlichen Gemäldegalerie........

Die Sammlung Weber hat unter den deutschen Privat-
galerien nicht ihresgleichen, wenn man den Umfang und
die Qualität zugleich berücksichtigt. Der Bilderbestand
erstreckt sich fast über alle Zeiten und über alle Länder,
soweit die Tafelmalerei blühte. Die modernen Bilder
sind von den Erben zurückgehalten worden." Von den
Künstlernamen aus allen Epochen verzeichnen wir
die folgenden: Roger van der Weyden, Andrea Man^
tegna, A. Dürer, H. Holbein d. Ä., Lucas Cranach d. Ä.,
A. Altdorfer, Barrel Bruyn d. Ä., Annibale Carracci,
Carlo Dolci, Tiepolo, Guardi, Rubens, Rembrandt,
van Dyck, Franz Hals, van Goyen, van der Neer,
Terborch, Cuyp, P. de Hoogh, Hobhema u. s. w. Wo
Zweifel an der Echtheit einiger Bilder bestehen, sind sie
im Katalog selbst angemerkt worden.

REMBRANDT(?J EIN JÜNGLINGSKOPF

SAMMLUNG WEBER

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