Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 10.1912

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AUSGESTELLT IN DER GROSSEN DRESDENER KUNSTAUSSTELLUNG. MIT ERLAUBNIS VON PAUL CASSIRER, BERLIN

Reihe seiner dekorativen Ölgemälde. Die Verbin-
dung von wienerisch raffinierter Kunstgewerblich-
keit und Naturstudie erscheint einem so beim
Wiedersehn nicht besser als früher.

Eine besondere Abteilung zeigt Frauenbildnisse,
im wesentlichen des neunzehnten Jahrhunderts. Es
finden sich unter ihnen sehr schöne, zum Teil
selten gesehene Werke, weil die Ausstellungsleitung
einige unserer feinsten Sammler zu interessieren
gewusst hat. Von einigen italienischen Meistern
des achtzehnten Jahrhunderts sieht man entzückende,
greuzeartige Arbeiten, von Waldmüller erblickt man
zwei Meisterwerke, die so gut sind wie Arbeiten
von Ingres und die allein schon den Besuch lohnen.
Die SammlungO. Schmitz hat einen herrlichen Corot
geliehen, die Sammlung Rothermundt eine Dame
in Rot von Manet, die Berliner Sammlung Arn-
hold die berühmte liegende Frau in spanischem
Kostüme von Manet. Man sieht schöne Frauen-
bildnisse von Hodler, Corinth, Habermann, Renoir,
Fritz von Uhde und Zorn. Besonders gut sind auch
Leibl und Trübner vertreten.

In anderen Sälen begegnen dem Besucher dann
fast alle guten lebenden Maler mit bekannten, oder
auch neuen Werken. Berlin repräsentiert sehr an-
sprechend; besonders die Berliner Sezession ist voll-

ständig fast zur Stelle. Von Liebermann werden
einige seiner Frühwerke, eine Kartoffelernte und
ein Schweinemarkt gezeigt.

Österreichs Malerei ist bis auf die letzten Tage,
bis zu dem talentreichen feminin gefälligen Kokosch-
ka gut dargestellt; München, Düsseldorf, die Ver-
einigung Nordwestdeutscher Künstler, Karlsruhe,
Stuttgart, Königsberg und andere Städte schliessen
sich an und überall finden sich immer, einzeln
oder auch in Gruppen, talentvolle und wertvolle
Arbeiten. Überall spürt man, dass die Ausstellungs-
leitung bewusst gewählt hat und dass das Mittel-
massige, soweit wie es in einer grossen Kunstaus-
stellung möglich ist, zurückgedrängt worden ist.
Am wenigsten günstig wirken naturgemäss die Säle
der Dresdener Künstler. Das kann nicht anders sein
und ist in Berlin, Düsseldorf und München genau
so: die lokale Kunst erblickt einmal in solchen
Veranstaltungen ihren Jahresmarkt.

Mit gutem Erfolg ist die graphische Abteilung
organisiert. Sie enthält allein etwa fünfhundert
Katalognummern und berücksichtigt fast alle wich-
tigen Künstler, die zeichnend, radierend oder litho-
graphierend etwas Besonderes zu sagen haben.

Die Abteilung für Plastik ist so gut wie sie
in solcher Ausstellung sein kann in einer Zeit, wo

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