Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 16.1881

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f6. Iahrgang.

Beiträge

find an jDrof. Dr. L. von
kützow (wien, There-
Hanumgasse 25) oder an
die verlagshandlung in
^^ipZig, Gartenstr. 8,
zu richten.

23. December

Nr. sf.

Inserate

ct 25 j)f. sür die drei
Mal gespaltene j)etit-

s880.

Veiblatt zur Zeitschrift für bildende Kunst.

Erscheint von September bis Iuli jede woche am Donnerstag, von Iuli bis September alle Tage, sür die Abonnenten der „Zeitschrift für
bildende Runst" gratis; sür sich allein bezogen kcchet^der Iahrgang Y^Mark sowolst im Buchhandel als auch bei den deutschen

Inbalt: Die R. Sammlungen sür Runst und wissenschaft zu Dresden. — j?. I. N. Geiger -j-; M. Gropius -j-. — Osterreichischer Runstverein. —
Aus Tirol; Zum Rölner Dombau; Nürnberg. — vom Runstniarkt: j?reisliste der Amslerschen Rupferstichauktion. — Zeitschriften. —
Inserate.

Die A. Sammlungen für Aunst und Wissenschaft
zu Dresden.

Jn diescn Tagen ist der amtliche Bericht über
die Verwaltung der königl. Sammlungen stir Kunst
und Wissenschaft zu Dresden iu den Jahren 1878 und
1879 im Druck erschienen. Der Bericht giebt einen
klaren Einblick in die Verwaltung und deren Ergeb-
nisse und zeugt in erfreulichster Weise von der sorg-
fältigen und umsichtigen Pflege jener bernhmten Samm-
lungen. Bei dem allgemeinen Jnteresse für dieselben
werden einige Notizen aus dem Berichte. unter beson-
derer Berücksichtigung der Kunstsammlungen, hier am
Platze sein.

Die eigene Einnahme der Sammlungen, welche
fich aus den Eintritts- und Führungsgeldern, den Ka-
talog- und Garderobegeldern, dcm Ertrage vom Ver-
kaufe der Elsterperlen und zufälligen Einnahmen, so-
wie aus einem Beitrage der königl. Civilliste zur
Erhaltung der Sammlungsgebäude zusammensetzt,
hat in dieser (zweijährigen) Finanzperiode 147,807 Mk.^°)
detragen, 2200 Mk. mehr als in der vorigen Periode,
dagegen 54,792 weniger als veranschlagt war. Dieser
Ausfall erklärt sich einerseits aus einer zu hohen Ver-
anschlagung der Eintrittsgelder bei dem historischen
Museum und der Porzellan- und Gefäßsammlung, für
welche man im Hinblick auf die erfolgte neue Auf-
ftellung eine weit stärkere Freguenz erwarten zu dürfen
glaubte, anderseits daraus, daß der Fremdenzufluß,

*) Wir geben die Summen hisr nur in Mark, nicht
«uch jn dsn Bruchteilen wiedsr.

bei der noch immer gedrückten Geschäftslage, überhaupt
ein ungewöhnlich schwacher war. Die Sammlungen
vereinnahmten in dieser Finanzperiode an Eintritts-
und Führungsgeldern 100,368 Mk., darnnter das
Grüne Gewölbe 53,896 Mk., die Gemäldegaleric
20,227 Mk., das historische Musenm und die Gewehr-
galerie 15,973 Mk. Der Erlös für verkaufte Kata-
loge betrug 27,866 Mk. Die Garderobengelder be-
ziffern sich mit 12,827 Mk.; der Verkauf der Elstcr-
perlen und zufälligen Einnahmen mit 945 Mk. und
der Beitrag aus der Civilliste mit 4800 Mk.

Die Ausgaben für die Verwaltung der Samm-
lnngen, nämlich an Gehalten, Ausgaben für Heiznng,
für Konservation, Reinigung, für Anschaffung von
Mobiliar, Herstellung von Katalogen, sür Renume-
rationen, Expeditionsbedürfnisse u. s. w. haben in dieser
Finanzpcrivde 513,427 Mk. (303,545 Mk. an Ge-
halten) betragen, 26,427 Mk. mehr als in der vorigen
Periode, dagegen 5656 Mk. lveniger als bewilligt war.

Was die Mittel für die Vermehrung der Samm-
lungen betrifft, so hatte bei Beginn der Finanzperiode
der Vermehrungsfonds (früher Reservefonds genannt)
einen Bestand von 267,215 Mk., der Fonds fttr Zwccke
der heutigen Kunst einen solchen von 207,303 Mk.
und der zufolge testamentarischerVerfügung ausschließlich
für die Vermehrung deS Münzkabinets beltiminte
v. Römerschc Fonds cinen solchcn von 15,290 Mk.
Dcr jährliche Zuschnß zum Vcrmehrnngsfonds, wclcher
in der Finanzperiode 1876—77: 76,500 Mk. betragen
hatte, wurde sür dicse Periode in Rücksicht auf die
allgemeine Finanzlagc unr mit 56,500 Mk. cingestellt.
Die Ansgabe für die Vermehrung der Sammlnngcn
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