Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 16.1881

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Noch einmal der neus „Katalog" dsr Pinakothek. — Auktions-Kataloge. — Jnserate.

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Firma bekannt, das; am 19. Sept. die alte Zimmereinrich-
tung des Schlosses Commende Ramersdorf durch sis zum
öffentlichsn Verkaufs kommen nnrd. — Jm nächsten Früh-
jahre wird die Versteigerung dsr Beckerschen Gemälde-
sammlung und der bekannten wertvollen Autographen
aus dem Nachlasse des Majors Kühlen (Autographen von
Ariost, Michelangelo, Rasfael, Sebastiano del Piombo u. a.)
folgen.

Noch einmal der neue „Äatalog" der pinakothekN)

Sehr geehrter Herr Redakteur!

Jch ersuche Sie um gefällige Aufnahms der folgenden
Zeilen:

Aus den, in Jhrem geschätzten Blatts veröffentlichten
Zuschriften der Herren Direktor Rebsr und Dr. Schmidt habe
ich mit großer Besriedigung entnommen, daß derMarggraffsche
Katalog der Pinakothek ksineswegs außer Cirkulation gesetzt
ist, sondern dem Publikum bis auf weiteres als Führer dienen
darf. Desgleichen geht aus den Zuschriften der beiden
Herren hervor, daß Direktor Reber an einem neuen Katalog
der Pinakothek arbeitet, und demnach der Ersatz des Marg-
graffschen Katalogs durch einen Reberschen erst bevorsteht.
Wenn ich, nicht wissend, daß sich Direktor Reber eigenhändig
dieser Arbeit unterzieht, behauptste, daß die Direktion keinen
besferen Katalog zustanve bringen werde, als den Marggraff-
schen, so habs ich aber damit keineswegs, wie Or. Reber ver-
mutet, der Kritik vorgreifen wollsn, sondern nur eine subjektive
Ansicht ausgesprochen, deren Berichtigung durch die That ich
mit Fassung entgegensehe.

*) Mit dieser Duplik schließeu wlr unscrerseits die Debcitte.

Anm. d. Ned.

Des ferneren geht aus den Zuschriften hervor, daß der
Schmidtsche Führer in der Pinakothek nicht einmal verkauft
werden darf, und wahrlich naiv berührt mich des Verfassers
Erstaunen darüber, daß ich von den Männern, die an der
Spitze der Pinakothek stehen, glauben konnte, daß sein
„Katalog" bestimmt sei, den Marggraffschen zu ersetzen! Nun,
ich habe es eben geglaubt, und "für glaubensselige Gemüter
giebt es bekanntlich keine Grenze. Jedenfalls hätte es aber
auf dem Titel bemerkt werden müssen, daß dieses „harmlose
Werkchen", wie der Urheber ssine eigene Schöpfung nennt,
lediglich für den Privatgebrauch des Äutors und der Direk-
tion verfaßt wurde, aus dem Titel: „Katalog der Pinako-
thek" ist dies durchaus nicht zu entnehmen. Es leuchtet mir
zwar nicht ein, welchen Zweck ein Führer haben soll, der in
jener Galerie, für die er.geschrieben wurde, nicht einmal
veräußert werden darf, absr daß die Direktion ihre ganze
Thätigkeit in disser Sache nur auf die Verhinderung des
Vertriebes des Bruckmann-Schmidtschen Kataloges in der
Pinakothek beschränken mußte, giebt der Sache eine wahrhaft
drastische Wendung.

Nnter solchsn Umständen kann selbstverständlich weder
von einer materiellen, noch von irgend einer anderen Frage
mehr die Rede sein, nur noch von der einen: für wen hat
vr. Schmidt überhaupt seinen „Katalog" geschrieben?

Or. Alfre- von Wurzbach.

^ulctlons-Kstalogv.

N. 8tzt>8rls (8. I-srapsrte:' Zälrns), Löl».
üusAövädlts Lsunstsaotien uuä L.utiguitätsu aus äsiu
Haelilasss clsr 8srrsu Osolruut ll. 8. üntvsrpsn iu
Osut?:, Nalsr Lran^ Lsolrsr uuä Rsutusr llolr. Lut. Lsoksr
iu OsutL, Ugg'or a. V. Lülrlsu iu Roru uuä ünäsrsr.
VsrstsiZsruuA äeu 22.—24. 8sxt. (789 Huuuusrn).

)nserate.

Großher^glich Kadische Kunstsch»le;n Knrlsruhe.

Direction: Schuljahr 1881 : 1882 Professor «ott.

Der Unterricht umfaßt:

Zeichnung nach dem Runden: Büsten, Statuen: Professor 7>i. poeolcli.
Zeichnen nach dem lebenden Modell: die Professorsn:

8o<f, Ksller, l'oevkli und Volr.

Knochen- u. Muskellehre: Prof. Volr. Perspective: Professor rennsr.
Malen nach dem lebendsn Modell, Unterweisung in der Ausführung eigener Ent
würfe: die Professoren Uoff u. llellsi'.

Landschaft u. Marine: Prof. 8vtiönlsbei-.

Landschaft- u. Thiermalerei: Professor Laisvli.

Bildhauerei: Professor Volr.

Kunstgeschichtliche Vorlesungen: Professor Or. 8. !VIe>er.
Aufnahmegesuche sind an die Direction zu richten, das Statut durch das Se-
cretariat zu beziehen. (2)

Krstle nnä lranvo vsresnäs

IIIn8tiiitM Vtzi lnZzlintnIyK

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Lsrlin 84V., Osssnnsrstr. 23.

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nebst Beiblatt, sehr gut gehaltenes voll-
ständiges Exemplar in 15 Originalbän-
den für Züv Mark netto zu verkaufen

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/VNlLtUlÜKII. 8gnnnIunA von 70
0 ri ^ ing I-IkrsiäsLsiolinnnAsn e:nin
Arösstsn Dlisil ItalisnisolisrLnnst-
Isr. üns äsn äalirsn 1708—1792.
In Holio 300

resls KsIIeris cli lorino
illustrgis äa Itod ä'ürs^Iio. Lolio.
4'orino 1874. Nit 164 8tioiien.
(8tatt 500 »F.) 325 »V.—

IV. 8. Külil, 73,IäAsr-8tr. 8srlinIV.

VeriaA äer Welämannsciien Luelliianä-
luvg in Lerlin.

8NÜ'I'I3'riScii88 ÜÜI4OL8LI4

LPMSI

NÜIO LNI4I8'r6L'WLNSL

OMrscWdl LOiciä.

i88i.

in Osincvanä gebunäen. 6 Narii.

Lüelitzi'-Diiikauk.

Orösssrs nnä kisinsrs Lidliotlislrsn,
sovis sin^sins guts Vksrlrs kankt
ststs Ln döodstsn Lreissn (5)

I.. IVI. klogsu 8o>in,

LgindurA, 23, Ar. Lnrstad.

Redigirt unter Verantwortlichkeit des Verlegers E. Ä. Secmann. — Druck von Hundertstund L Pries in Leipzig.
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