Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 10.1912

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EDV. MUNCH, NOKWEGISCHE LANDSCHAFT

AUSGESTELLT IM SONDERBUND, KÖLN

nimmt, wie sie wieder ablehnt, setzt sich Hage-
meister mit seinen Lehrmeistern auseinander, um
endlich in der Mark und als Maler der See unabhängig,
deutlich und persönlich zu werden. Ein bewusstes Stil-
gefühl, das aus seinen letzten Bildern spricht, zeigt ein
unverkennbares Streben, auch in grossen dekorativen
Bildern natürlich zubleiben.
In dieser Beziehungbildeten
neben den malerischruhigen
Landschaften vom Schwie-
lowsee die Strandbilder und
der blühende Mohn die
Höhe dieser eindrucksvol-
len Ausstellung. U.-B.

SCHWEIZ
Albert Welti ist gestor-
ben. Mit ihm schwindet

der stärkste Träger böcklinischer Art aus der
germanischen Kunst. In seinen Entwürfen reichte
er bis zu Marees hin, in ein paar vollendeten
Werken kommt er dem Böcklin des Vita som-
nium breve nahe. Aber am wichtigsten ist es
wohl, seine bleibende Bedeutung nicht in jenen
unleugbaren ungestümen Eingebungen oder die-
sen altertümlich-altertü'melnd edeln Malereien
zu suchen, sondern in seiner Graphik. Hier kam
er aus dem Schwanken zwischen Emailguß und
Glasgemälde — denn ein kühner, fest zugreifen-
der Künstler war er nie — endlich heraus. Seine
Lust am Pröbeln und Ummodeln konnte sich
hier schadlos genugtun. Während die Zahl seiner
Bilder, verglichen mit der irgendeines hervor-
ragenden Kunstgenossen, gering ist, bebaute er
in der Graphik ein fruchtbares Feld. Seine
Märchen, Festkarten, persönlichen Anzeigen,
Hexentänze und Hochzeitsfeste sind Schwinds
ebenso volkstümliche Nachfolge, eine leise Auf-
erstehung der Romantik. J. W.

BERLIN

In Werkmeisters Kunstsalon sind die kräf-
tigen farbigen Holzschnitte Walter Klemms
ausgestellt, von denen in diesen Heften des öfteren
schon die Rede gewesen ist. Daneben sieht man Holz-
schnitte von C. Thieman, Radierungen von Olaf Lange
und eine Reihe von Handzeichnungen des Münchners
Seewald. —

Die „Gartenlaube" veröffentlicht ein Preisaus-
schreiben für Bilder aus
dem deutschen Familien-
leben. Es sind Preise aus-
gesetzt von 3000, 2000,
1000 und 500 M. Ausser-
dem sind weitere Erwer-
bungen geplant. Der
Schlusstermin ist der 30.
September. Preisrichtersind
Liebermann, Manzel, A.
Kampf und Rene Rei-
nicke.

H. NAUEN, STILLEBEN
AUSGESTELLT IM SONDERBUND, KÖLN



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