Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 50.1899-1900

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Chronik des Bayer. Aunstgewerbevereius.

366 u. 387. Lüstrirte Porzellan-Fayencen von XV. Zsolnay, Fünfkirchen. (x/ä—*/4 der wirk! Größe.)

Reihe von Eitaten rc. zur Auswahl stellt — wenn
sie auch nicht immer tadelfrei sind; z. B. das
D * D ® D * D (Dornum Dei Decet Decor) durch
G * G • G * G („Gottes Gebäude gebührt Ge-
schmuck") zu ersetzen, ist etwas gar zu gewaltsam. Aber
im Ganzen darf man für das Gebotene dankbar sein;
unter den sst.60 Inschriften wird der buchende gewiß
immer etwas paffendes finden, zumal ein Register
die Aufsuchung erleichert. R.

engler Alfred, Das deutsche Gewerberecht nach
der Reichsgewerbeordnung. Aus der Samm-
lung kaufmännischer Rechtsbücher, herausgegeben von
der „Handelsakademie Leipzig". — Verlag der Handels-
akademie in Leipzig; Preis 2,75 Alk.

Die gewaltige Entwickelung, welche die gewerb-
lichen und industriellen Betriebe in den letzten Jahren
genommen haben, machte das regelnde Einschreiten
der gesetzgeberischen Faktoren so umfangreich, daß
es dem Einzelnen oft schwer fällt, sich in den ihn
angehenden Bestimmungen zurechtzufinden. Das vor-
liegende Merkchen faßt alle bis zum Jahre H899
erschienenen Gesetze, Verordnungen, Ausführungs-
beftimmungen in gedrängter Form zusammen; Ge-
werbebetrieb, Marktverkehr, Taxen, Innungswesen
u. s. w. erfahren sorgfältige Behandlung. Mit Recht
wurde dabei auf die Anführung der einzelnen Gesetz-
paragraphen verzichtet. Ein umfassendes Sachregister
erleichtert dierascheAuffindungeinzelnerBestimmungen.

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Gronik Aprilen AünflgMkßmrM.

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-Akkzeineine (Veremenachrichten.

Die diesjährige Generalversammlung des Vereins hat am
27. März stattgefunden; die dabei stattgehabten Wahlen ergaben
die Wiederwahl sämmtlicher ausscheidender Ausschußmitglieder,
so daß auch die.Kommissionen in ihrer Zusammensetzung vor-
aussichtlich keine Aenderung erleiden. Näherer Bericht folgt.

Das Münchener Lnnstgewerbe aus dev pariser Welt-
ausstellung. Direktor welzel, der Vertreter des Lomites für
die Betheiligung des Bayr. Aunsthandwerks auf der Aus-
stellung. berichtet über den Stand der Arbeiten u. A. Folgendes:
„Die Lage unserer Münchener Räume im Ganzen ist eine
außerordentlich günstige, da der durch die Hallen fluthende
Besucherstrom geradezu gezwungen ist, an sie heranzukommen.

Die Lichtverhältnisse hingegen sind theilweise nicht vortheilhaft,
und der eine oder andere Raum wird ziemlich düster und
enge wirken. Auch wird es mit der Lirkulation der Besucher
durch unsere Räume seine Schwierigkeiten haben.

Die Ausstellungshalle selbst ist im Innern fertig und
nähert sich auch im Aeußern der Vollendung. Soweit es heute
schon möglich ist, ein Rrtheil zu fällen, läßt sich sagen, daß
im Detail eine unglaubliche, oft bis zur Geschmacklosigkeit
gesteigerte Anhäufung von meist unschönen und plumpen
Gyxszierathen das Charakteristikum der französischen Architektur
gerade auf der Esplanade des Invalides bildet. Hingegen
läßt sich nicht leugnen, daß das Gesammtbild, die Total-
wirkung eine dekorativ lebendige und eindrucksvolle sein wird.

Sämmtliche für die bayerische bezw. Münchener Aus-
stellung bestimmten, und von unserem Lomite gesammelten Gegen-

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