Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 11.1913

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LEOPOLD VON KALCKREUTH, WALDLANDSCHAFT

HANDEL [UND HÄNDLER

VON

JULIUS MEIER-GRAEFE

I

Es giebt zwei Dinge: den Händler, eine höchst
persönliche Tatsache, über die man Romane
schreiben, die man kennen und, wenn man sich viel
Mühe giebt und die notwendige Zeit und Lust
dazu hat, durchschauen lernen kann; und zweitens
den Markt, eine unpersönliche Sache, von der man
wenig, fast gar nichts weiss, eine Statistik, auf die
man sich nur mit grösster Vorsicht verlassen darf,
ein Begriff vage wie der Begriff des Publikums, der

Unsterblichkeit, des Schönen und ähnlicher Dinge.
Es giebt eigentlich streng genommen, keinen
Markt, sondern nur Händler; Händler und Lieb-
haber, was heutzutage, wenigstens in den entschei-
densten Kunstzentren, zumal in Paris, fast das-
selbe ist.

Natürlich regieren im Kunsthandel theoretisch
dieselben Faktoren wie in jedem Handel und das
Gesetz von Angebot und Nachfrage entscheidet hier

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