Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 11.1913

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FERD. HODLER, WANDGEMÄLDE FÜR DAS RATHAUS IN HANNOVER. ZEICHNUNG. GESAMTANSICHT

FERDINAND HODLERS WANDGEMÄLDE

FÜR DAS RATHAUS IN HANNOVER

VON

JOHANNES WIDMER

Wie mir Hodler sagt, ist es Max Liebermann,
der Hannover veranlasst hat, dem Schweizer
Künstler die Ausschmückung des Rathaussaales einer
deutschen Stadt aufzutragen. In mehr als einem
Sinn ist also das Werk unter guten Vorzeichen ent-
standen. Zwar hat Hodler die vorbestimmte Frist
überschritten; aber was er weit mehr überschritten
hat, sind die Erwartungen, die man da unten hegen
durfte. Die Arbeit selbst ging etwa so vonstatten:
Dem Künstler war durch den Baumeister ein
mächtiger Saal gegeben, dessen eine Längswand er
in beträchtlicher Höhe und auf bedeutenden Ab-

stand hin mit einem Fries zu schmücken hatte. Das
etwa fünfzig Fuss lange und ungefähr achtzehn
Fuss hohe Band war unten in der Mitte durch die
Türöffnung unterbrochen. Der ganzen Anlage und
Bedeutung des Saales nach war eine der Architektur
sich anpassende malerische Ausschmückung, am
besten auf Grund eines Themas aus der Vergangen-
heit der Stadt Hannover, vorgeschlagen.

Der geschichlicheText stellte darnach den Künst-
ler vor folgende Aufgabe: Nachdem die Wirren im
sozialen und kirchlichen Leben des beginnenden
sechzehnten Jahrhunderts auch die Stadt Hannover

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