Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 11.1913

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NEUE BÜCHER

ie Gemälde und Zeichnungen von
Matthias Grunewald, herausgegeben
von Heinrich Alfred Schmid. Zweiter Teil.
Textband. Mit 5 Lichtdrucktafeln und
82 Illusrrationen im Text. Strassburg im
Elsass. W. Heinrich 1911.

Dem vor einigen Jahren erschienenen Tafelband der
monumentalen Grunewald-Publikation, der an dieser
Stelle bereits gewürdigt wurde, ist vor kurzem als Ab-
schluss der Text gefolgt, ein stattlicher Grosscjuartband
von nahezu vierhundert Seiten. Bedenkt man das wenig
umfangreiche Oeuvre des Künstlers, so hat die Fülle
des Geschriebenen etwas Überraschendes und Erstaun-
liches. Es ist die Lebensarbeir des Göttinger Professors,
und was sich mit wissenschaftlicher Akribie nur erreichen
lässt, das ist dieser Arbeit zugute gekommen. Alles
Thatsächliche was sich über das Leben und die Werke
des altdeutschen Malergenies erforschen ließ, ist mit
bewunderungswürdiger Sorgfalt und — man darf wohl
sagen - Vollständigkeit zusammengestellt. Nach dieser
Seite lässr das Buch bei dem heutigen Stande der Wissen-
schaft wohl kaum eine Frage offen. Dass der Verfasser
darauf dasHauptgewicht gelegt hat, geht auchaus seinem
Vorwort hervor. Wie er sich der Grenzen seiner Dar-
stellung selbst bewusst ist, deutet die Stelle an: „Bei
der Anordnung des Satzes wurde darauf Bedacht ge-
nommen, dass die Publikarion eines Gesamtwerkes auch
zur raschen Orientierung zu dienen hat und deshalb

wurde absichrlich mehr Gewichr auf die übersichtliche
Gliederung des Stoffes gelegt als der künstlerischen
Wirkung dienlich ist." Ein vortreffliches Nachschlage-
werk, in drei Abschnitte geteilt: 1. Buch: Die Persona-
lien und die Persönlichkeir, 2. Buch: Die Werke, 3. Buch:
Quellen. Am umfangreichsren der zweite Teil, in
welchem die Werke nach einem ziemlich gleichmässig
durchgeführten Schema besprochen werden. Der erste
Teil, der einige allgemeine Abschnirre enrhälr, wie
„Grünewald und die deursche Kunst seiner Zeit; der
Sril; Temperamenr, Bildung, Welranschauung" suchr
seine Hauptwirkungen doch auch in der mosaikartigen
Aneinanderreihung mehr oder weniger wissenswerrer
Details. Unter der wissenschaftlichen Kleinarbeir spürt
man nichr die Hand eines grossen Gesralrers. Man har
auch öfter das Gefühl, diese oder jene Einzelheit, die
in den zusammenfassenden Abschnitten Platz gefunden
har, könnre gerade so gur in dem beschreibenden Texr
zu den Werken im zweiten Buch stehen. Es giebt keine
grossen Akzente, die den Fluss der Erzählung bei den
allgemeinen Kapiteln gliedern. Hier wird man auch das
visionäre Nacherleben mit dem Künstler, das Intuitive,
sowie die litterarische Kunst, Gefühltes in adäquate
sprachliche Formen umzusetzen, vermissen. Wenn an
dieser Stelle auch nicht auf Einzelheiten eingegangen
werden kann, sodarfdocli vielleicht darauf hingewiesen
werden, dassProbleme, die für die psychologische Grund-
stimmung und den Stil Grünewalds besonders bedeu-

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