Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 7.1909

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CHRONIK

Die Ausführung der neuen Museunisbauten nach
Messeis Plänen ist dem intimen Freunde des
Verstorbenen, dem Stadtbaumeister Ludwig HofFmann
übertragen worden. Es war die einzig mögliche Ent-
scheidung. Denn mit den vorhandenen Plänen der
neuen Gebäudegruppen kann im Sinne Messeis nur
etwas beginnen, wer dessen Intentionen im Grossen
und Kleinen kennt, bei dem das Denken sich im
gleichen Rhythmus bewegt. Messeis Bedeutung liegt
nicht zuletzt darin, dass er nicht vom Zeichentisch aus
baute, sondern sehr wesentliche Entscheidungen auf
dem Bauplatze traf. Es handelt sich also beim Bau der
Museumsgebäude für den Freund nun darum, auf Grund
der vorhandenen Pläne lebendig zu ahnen, welche
Entscheidung Messel von Fall zu Fall, der Realität
gegenüber, getroffen hätte. HofFmann sieht sich in
ähnlicher Lage wie Stüler, dem Erbauer des Neuen
Museums. Wenn es jetzt ebensogut wieder gelingt,
werden wir glücklich sein. Leicht ist es nicht, auf der
einen Seite von Schinkels Griechentum zur höchsten

Leistung gespornt zu werden, auf der andern Seite
Ihnes schlimmen Museumsbau als abschreckendes Bei-
spiel vor sich zu sehen und die persönliche Schaffenskraft
hinter einen fertigen Plan doch zurücktreten lassen zu
müssen. Es gehört dazu jene höhere Selbstlosigkeit, die
in der Liebe zur stärkeren Natur wurzelt. Weil HofF-
mann solcher Selbstlosigkeit, der die Pietät zur Leiden-
schaft wird, fähig scheint, ist er der rechte Mann.

K. S.

Ein französischer Kunstkritiker, dessen Name über
seines Landes Grenzen hinaus bekannt ist, Louis Vau-
xelles, hat einer Reihe deutscher Künstler eine gast-
liche Stätte in Paris geschafFen. Auch die Maler Felix
Borchardt und Eugen Spiro haben ein Verdienst um das
Gelingen des Planes. Zwar bietet diese kleine Aus-
stellung von kaum hundert Bildern keinen Überblick
über das KunstschafFen im gegenwärtigen Deutschland,
zwar wünscht man wohl, dass die Ausstellung anders

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