Das neue Frankfurt: internationale Monatsschrift für die Probleme kultureller Neugestaltung — 2.1928

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DAS HOCHWASSER 1882. Am Römerberg

Am Fahrtor. Aus der „llluftrierten Zeitung" von 1882

geftrebt wurde. In einem von Baurat Kölle verfaßten Vorwort zu
einer Denklchrift über die „Eindeichung der Altftadt" heifjt es weiter:
„Natürlich können für die Stadtverwaltung nicht die letzteren allein
in Betracht kommen; die Intereffen des Verkehrs und des Handels
haben ein um fo gewichtigeres Wort mitzutprechen, als durch die
im Bau begriffene grohe und koftfpielige Anlage des Olthafens
ganz außerordentlich hohe Werte am Obermain feftgelegt (ind und
deren wirtfchaftliche Ausnützung durch keinerlei Hinderniffe beein-
trächtigt werden darf".

Unterdeüen ilt wiederum ein Menfchenalter verltrichen. Der Oft-
hafen ift bereits in Erweiterung begriffen, eine Grohmarkthalle ift
im Offen in der Nähe der Obermainbrücke im Bau, der Verkehr,

insbetondere der Autoverkehr in der Stadt, erfährt Itete Steigerung.
Bevorffehende Eingemeindungen weiten das Stadtbild nach Weften
und Offen hin. Längft ift der von Adickes durchgeführte Strafjen-
durchbruch, der die oft-weftliche Hauptader Frankfurts, Kaiferftrafje
und Zeil, zu entlaften beftimmt war, die Braubachftrafje, felbft über-
ladet. So ftrömte in den letzten Jahren bereits ein Teil des Olt-
Weftverkehrs auf die Mainuferltrahen ab, oblchon deren baulicher
Zuttand hierfür gänzlich ungeeignet war. Heute fteht feft, dah die
nördliche Mainuferltrafje zur Entladung der verltopften Innenftadt
als Verkehrsftrahe ausgebaut werden muf}, wobei die geringe
Zahl der auf wenige Brückeneinmündungen befchränkten Strafjen-
kreuzungen einer befchleunigtenVerkehrsabwicklung auherordent-
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